Winter- und Sommerreifen vor jeweiligem saisonalem Hintergrund gegenübergestellt

Was bei Winter- und Sommerreifen gut zu wissen ist

Der erste Frost steht bevor und der Schnee liegt schon in der Luft – dann wird es dringend Zeit, dein Auto für den Winter zu rüsten. Aber auch andersherum, also wenn es langsam wieder warm wird, ist das Aufziehen der Sommerreifen an der Reihe.

Aber wann und warum muss man eigentlich Reifen wechseln? 

Das Thema Sommer- und Winterreifen bringt immer wieder Verunsicherung mit sich.Eine häufige Frage ist dabei, ob es einen festgeschriebenen Zeitraum für die jeweilige Reifenart gibt - Eselsbrücken wie von O(ktober) bis O(stern) gelten jedoch nicht offiziell. Die prinzipielle Regelung ist, dass bei „winterlichen Straßenverhältnissen“ Winterreifenpflicht herrscht. Das bedeutet, dass bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch und Eis- und Riefenglätte nur solche Reifen im Straßenverkehr erlaubt sind, die mit dem Alpine Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) gekennzeichnet sind. (Reifen mit der M+S-Kennzeichnung (Mud and Snow) sind nicht mehr ausreichend, da diese Bezeichnung keinen einheitlichen Prüfkriterien unterliegt.)
Dementsprechend gilt ein Benutzungsverbot für Sommerreifen bei den genannten Straßenverhältnissen. Dies bedeutet jedoch auch, dass Halter, die auf ihr Fahrzeug bei Schnee und Eis verzichten können, keine Winterreifen montieren müssen, so lange das Auto geparkt bleibt.

Was passiert, wenn die Winterreifenpflicht misachtet?

Fährt man jedoch bei winterlichen Straßenverhältnissen ohne Winterreifen, droht ein Bußgeld von 60 Euro und 1 Punkt im Fahrerlaubnisregister. Stellt man sogar eine Behinderung im Straßenverkehr dar, wird das Bußgeld auf 80 Euro erhöht, bei Gefährdung auf 120 Euro.

Warum gibt es eigentlich Sommer- und Winterreifen?

Aber nicht nur die Verwendung von Winterreifen im Winter ist sehr wichtig –  denn auch im Sommer ist es dringend zu empfehlen, auch tatsächlich mit Sommerreifen zu fahren und nicht etwa die Winterreifen das ganze Jahr abzufahren. Das lässt sich mit der Beschaffenheit der Reifen begründen: die zwei Reifenarten unterscheiden sich nämlich in ihrem Profil und der Gummimischung
Da die Reifen im Sommer wesentlich höhere Temperaturen aushalten müssen, muss die Gummimischung härter sein. Aus diesem Grund ist bei dem Fahren mit Winterreifen im Sommer mit längeren Bremswegen und größerer Abnutzung zu rechnen.
Das Prägnante des Profils von Winterreifen sind viele kleine Lamellen – das bedeutet, dass es viele kleine Profileinschnitte gibt, die perfekt sind, um sich mit Schnee und Eis zu verzahnen und die Rutschgefahr zu vermindern. Das Profil der Sommerreifen ist hingegen eher dafür bestimmt, viel Wasser zu verdrängen und so besser geeignet, um bei sommerlichem Starkregen Stabilität zu gewährleisten.

Also lieber am nächsten Duftbäumchen oder der ein oder anderen Autowäsche sparen und das Geld in deine Reifen – und somit deine ganzjährige Sicherheit auf der Straße - investieren! Und wenn du noch mehr sparen willst, dann findest du hier unseren Blogbeitrag darüber, wie du ganz einfach selber deine Reifen wechselst und so kein Geld für die Werkstatt ausgeben musst.
 

Winterreifen in Nahaufnahme mit Alpine Pictogram und M+S-Kennzeichnung
Winterreifen müssen mit dem Alpine Symbol gekennzeichnet sein
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