Führerschein bei geistiger Behinderung

Das solltest du beachten!

Ist das Führen von Kraftfahrzeugen mit einer geistigen Behinderung überhaupt erlaubt? Was ist im Bezug auf die Führerscheinausbildung zu beachten? Darf man auch weiterhin ein Fahrzeug führen, wenn die geistige Behinderung nach dem Erhalt der Fahrerlaubnis eintritt? Alle Informationen rund um den Führerschein bei geistiger Behinderung findest du in diesem Artikel.

Defizite auf Grund einer geistigen Behinderung, bedeuten nicht unbedingt sofort das Aus für den Erwerb des Führerscheins.

Allgemein

Auch Menschen mit einer Behinderung dürfen unter bestimmten Voraussetzungen eine Führerscheinausbildung absolvieren. Bei körperlichen Beeinträchtigungen (z.B. Querschnittslähmung) werden in der Regel Veränderungen am Fahrzeug vorgenommen, um die Mobilität zu gewährleisten. Doch wie sieht es nun bei Menschen aus, die unter einer geistigen Behinderung leiden?

Für das Führen eines Kraftfahrzeuges und eine möglichst sichere Teilnahme am Straßenverkehr sind stetige Konzentration und Aufmerksamkeit unabdingbar.

Doch auch Defizite dieser Art auf Grund einer geistigen Behinderung, bedeuten nicht unbedingt sofort das Aus für den Erwerb des Führerscheins. Welche Art der geistigen Behinderung vorliegt und wie hoch der sogenannte Grad der geistigen Einschränkung ist, sind hierbei ausschlaggebend für die Erteilung einer Fahrerlaubnis. Es kann also keine generelle pauschale Aussage über die Fahrerlaubnis getroffen werden, sondern es wird von Fall zu Fall unterschiedlich entschieden.

Die geistige Behinderung vor Erhalt der Fahrerlaubnis

In den meisten Fällen ist eine medizinisch - psychologische Untersuchung (MPU) notwendig. Hier wird vor allem die kognitive Leistungsfähigkeit getestet. Neben der Wahrnehmungsfähigkeit, werden vor allem die Orientierungsfähigkeit, die Aufmerksamkeit, die Konzentrationsfähigkeit, die Belastbarkeit sowie die Reaktionsfähigkeit untersucht. Außerdem ist vor der ersten Fahrstunde eine Fahrprobe (z.B. beim TÜV) erforderlich, um einen Nachweis über die praktische Fahrtauglichkeit zu erbringen.

Liefern sowohl die MPU, als auch die Fahrprobe positive Ergebnisse, wird eine Bescheinigung über die Verkehrssicherheit ausgestellt und der Führerscheinausbildung steht nichts mehr im Wege.

Für Menschen mit einer bestehenden geistigen Behinderung empfehlen wir, nach Fahrschulen zu suchen, die Erfahrungen auf diesem Gebiet haben. Diese Fahrschulen verwenden spezielle Methoden, die das Lernen während der Ausbildung erleichtern sollen.

Eintritt der geistigen Behinderung nach Erhalt der Fahrleraubnis

Solltest du schon im Besitz eines Führerscheins sein und plötzlich mit einer geistigen Behinderung konfrontiert werden, muss dies in jedem Fall bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde gemeldet werden. Um weiterhin möglichst sicher am Straßenverkehr als Fahrzeugführer teilzunehmen, muss in den meisten Fällen anschließend ein Gutachten erbracht werden.

Eine geistige Behinderung muss gemeldet werden.
In den Fahrstunden lernst du, was du fürs spätere Autofahren brauchst und gewinnst Sicherheit für die Prüfung.

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