Führerschein umschreiben

Alles, was du für deine deutsche Fahrerlaubnis brauchst

Einer der Vorteile eines vereinigten Europas ist die Freizügigkeit, die sich auch auf deinen Führerschein erstreckt. Wenn du EU- oder EWR-Bürger bist, steht es dir frei, deinen Führerschein in eine deutsche Fahrerlaubnis umwandeln zu lassen. Du kannst, musst aber nicht.

Etwas komplizierter und mit ein wenig Aufwand verbunden sind dagegen Führerscheine aus sogenannten Drittländern. Das sind alle Länder, die nicht zur EU, dem EWR und der EFTA gehören. Beispielsweise gehören die USA, Kanada oder Japan dazu; die komplette Länderliste findest du hier.

 

Der alte und neue Führerschein stecken in der Hosentasche einer Jeanshose
Du kannst deinen ausländischen Führerschein in einen deutschen umschreiben lassen

Wir haben das wichtigste für dich zusammengefasst:

  • Sehtest, Erste Hilfe und Nachweis der gesundheitlichen Eignung
    Wenn du nicht aus einem der EU-/EWR-Ländern stammst, ist eine Untersuchung des Sehvermögens und die Bescheinigung über die Teilnahme an einem Ersten Hilfe-Kurs erforderlich. Eventuell kann, je nach Fahrerlaubnisklasse, ein Nachweis über die gesundheitliche Eignung verlangt werden.
  • Bild
    Du benötigst ein aktuelles, biometrisches Passbild für die Umschreibung.
  • Theoretische und praktische Prüfung
    Auch kann es nötig sein, eine theoretische und/oder eine praktische Prüfung abzulegen; das entscheidet die Fahrerlaubnisbehörde. Damit weist du nach, dass du die Regeln des deutschen Straßenverkehrs kennst und sie keine Hürde für dich darstellen. Dazu musst du dich in einer Fahrschule anmelden, brauchst aber nicht die gesamte Pflichtausbildung durchlaufen. Allerdings solltest du sicherstellen, dass du ausreichend vorbereitet bist. Am besten funktioniert das mit der App Fahren Lernen Max.
  • Antrag auf Umschreibung der Fahrerlaubnis
    Wenn du EU- oder EWR-Bürger bist, kannst du den Antrag auch online ausfüllen und dann postalisch wegschicken. Alle anderen müssen die jeweilige Führerscheinstelle aufsuchen und dort den Antrag auf Umschreibung der Fahrerlaubnis stellen.
  • Benötigte Unterlagen
    Du brauchst deinen nationalen Führerschein im Original und eine Erklärung, dass deine ausländische Fahrerlaubnis noch gültig ist. Eventuell ist auch eine Übersetzung erforderlich.  Da du dich auch ausweisen musst, brauchst du Personalausweis bzw. Reisepass. Um auf Nummer sicher zu gehen, nimm auch deine aktuelle Meldebescheinigung mit.
  • Kosten
    Für den Antrag und die erforderlichen Unterlagen fallen Kosten an. Je nachdem, ob du aus einem EU-Land bzw. dem europäischen Währungsraum oder einem Drittland stammst, variieren die Kosten zwischen 35 Euro und 42,60 Euro für die Umschreibung.

 

Bei bürokratischen Angelegenheiten hat es sich bewährt, alles immer so frühzeitig wie möglich zu beantragen und sämtliche Unterlagen beisammen zu haben. Wenn du Unterlagen nachreichen musst, verzögert sich der Vorgang und du musst länger warten bis du dich auch in Deutschland legal hinters Steuer schwingen darfst.