Gefahren im Herbst

So schön der Herbst sein kann, so tückisch ist er auch. Neben rutschigem Laub und schlechter Sicht durch Nebel, können der erhöhte Wildwechsel und die immer früher eintretende Dämmerung zur Gefahr werden. Erfahre auf was du achten musst, wenn du im Herbst mit dem Auto unterwegs bist.

Früher eintretende Dämmerung

Die Tage werden ab September sehr schnell wieder kürzer und es dauert nicht lange, bis es um 17:00 Uhr bereits dunkel ist. Jetzt ist es besonders wichtig, dass du während der Fahrt aufmerksam bist. Nicht jeder Fußgänger oder Radfahrer ist der schlechteren Sicht angepasst und entsprechend mit auffälliger Kleidung und Beleuchtung ausgestattet. Vor allem während des Berufsverkehrs, wenn sehr viele Leute auf einmal unterwegs sind, solltest du also besonders aufmerksam sein.

Laub auf den Straßen

Feuchtes Laub, aber auch verlorenes Erntegut von landwirtschaftlichen Maschinen, kann auf den Straßen sehr rutschig werden und dich wie bei Glatteis über die Kreuzung schlittern lassen. Was während des Rutschens sehr wichtig ist: Nicht hastig lenken oder abrupt bremsen, sondern den Fuß vom Gas nehmen und ggf. gefühlvoll gegenlenken. Auch das ruhige Beschleunigen ist von Vorteil, wenn die Straße nass und voller Laub ist. Außerdem können dir Winterräder einen Vorteil bei herbstlichen Straßenverhältnissen bringen. (Die Faustformel „Von O bis O“ – also von Oktober bis Ostern Winterräder montiert zu haben – dient dir übrigens als Gedächtnisstütze.)

Wild auf der Straße

Da die Tage kürzer werden und die Wildtiere dadurch morgens später und abends eher unterwegs sind, begegnen sie dir im Herbst öfter. Auch wenn wir uns nach der Zeitumstellung zu anderen Tageszeiten auf den Weg machen, kann es zu vermehrtem Wildwechsel kommen. Vor allem an Waldgebieten oder ländliche Gegenden solltest du besonders achtsam sein und defensiv fahren. Wenn du ein Tier am Straßenrand siehst solltest du das Fernlicht ausschalten und ggf. hupen, um es zu vertreiben. Ist das Tier bereits auf der Straße, solltest du keinesfalls unkontrolliert ausweichen, da du dich damit in Gefahr bringst.

Nebel

Besonders plötzlich auftretende Nebelbänke sind im Herbst keine Seltenheit. Du solltest im Nebel immer angepasst fahren und im Hinterkopf behalten, dass dir im dichten Nebel eine Gefahr begegnen kann. Sei also immer bremsbereit und passe deine Geschwindigkeit an.

Bei einer Sichtweite von unter 50 m solltest du die Nebelschlussleuchte anmachen. Vergiss aber nicht, sie wieder auszuschalten, wenn du aus dem Nebel rausgefahren bist, da es andere Verkehrsteilnehmer blendet. Außerdem darfst du höchstens 50 km/h fahren, wenn sie an ist.

Tipps zum Schluss

Am besten schaltest du im Herbst und Winter immer dein Licht ein, damit du besser zu erkennen bist.

Ersetze deine Wischerblätter, wenn sie die Scheiben nicht mehr gut wischen, damit du immer eine gute Sicht hast. Es ist wichtig, dass deine Scheiben sauber sind, vor allem, wenn die Sonne im Herbst tiefer steht und dich blendet. Also denke auch daran, dass dein Wischwasser aufgefüllt ist (am besten schon mit Frostschutzmittel).

Lege dir ein Microfaser-Tuch ins Auto, damit du die beschlagenen Scheiben säubern kannst. Falls dein Auto eine Klimaanlage hat, solltest du sie anmachen, da dadurch die Feuchtigkeit auf der Scheibe schneller verschwindet.