Wann droht ein Fahrverbot?

Fahrverbote werden zusätzlich zu Bußgeldern und Punkten bei schweren Verkehrsverstößen ausgesprochen. Die Dauer variiert je nach Schwere des Verkehrsverstoßes zwischen einem und drei Monaten. Allgemein gilt: Je schwerer das Verkehrsdelikt, desto länger dauert das Fahrverbot. Im Anschluss findest du einige Beispiele.

Ordnungswidrigkeiten ab 60 € und Straftaten führen zu Punkten in Flensburg.

1 Monat Fahrverbot

Fahrverbote werden zusätzlich zu Bußgeldern und Punkten bei schweren Verkehrsverstößen ausgesprochen. Die Dauer variiert je nach Schwere des Verkehrsverstoßes zwischen einem und drei Monaten. Allgemein gilt: Je schwerer das Verkehrsdelikt, desto länger dauert das Fahrverbot. Im Anschluss findest du einige Beispiele.

 

Eine Geschwindigkeitsübertretung ist der häufigste Grund für ein Fahrverbot.

Wenn du deinen Führerschein behalten möchtest, solltest du die Geschwindigkeitsvorgaben niemals um folgende Zahlen überschreiten:

  • Innerorts: 30 km/h
  • Außerorts: 40 km/h

Doch auch 26 km/h zu schnell bringen deinen Führerschein in Gefahr. Ein Fahrverbot wird nämlich auch ausgesprochen, wenn man innerhalb von 12 Monaten zweimal mit mehr als 25 km/h geblitzt wird.

Ein Fahrverbot bekommst du bei einem Abstand, der weniger als 3/10 des halben Tachowertes beträgt. Zum Vergleich: Der optimale Abstand ist gleich dem halben Tachowert.

Bei einem Wert zwischen 0,5 und 1,0 Promille kommt es (beim ersten Vergehen) zu einem vierwöchigen Fahrverbot.

Aber Achtung: Bereits ab 0,3 Promille kann dir bei einem Unfall die Fahrerlaubnis entzogen werden. Dazu kommt noch eine Geld und/oder Freiheitsstrafe.  Außerdem gilt für alle Fahranfänger in der Probezeit und unter 21 Jahren eine Promillegrenze von 0,0! Mehr Infos über Vergehen in der Probezeit findest du unter Verlängerung.

Drogen (z.B. Cannabis, Ecstasy) am Steuer bedeuten beim ersten Vergehen zusätzlich zum einmonatigen Fahrverbot ein Bußgeld von 500€ und zwei Punkte.

Das Überqueren eines Bahnübergangs ohne Einhalten der Wartepflicht und trotz gelben/roten Lichtzeichen oder sich senkenden Schranken führt zu einem Fahrverbot.

Ein Rotlicht- oder auch Haltelinienverstoß genannt, der länger als eine Sekunde dauert oder mit Gefährdung einhergeht, bedeutet ein Bußgeld von 200€, zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot.

Seit Oktober 2017 führt auch die Handynutzung mit Sachbeschädigung oder Gefährdung des Straßenverkehrs zu einem vierwöchigen Fahrverbot.

Das Handy am Steuer während der Fahrt ist ein absolutes Tabu.
Das Handy am Steuer während der Fahrt ist ein absolutes Tabu.

3 Monate Fahrverbot

70 km/h zu schnell unterwegs führen zu einem dreimonatigen Fahrverbot.

Wer einen Abstand von nur 1/10 des Tachoabstandes oder weniger hält (das sind bei 100 km/h keine 10 Meter) darf sich drei Monate nicht ans Steuer setzten.

Wenn du bereits zum zweiten Mal bei einer Kontrolle alkoholisiert auffällst, dauert dein Fahrverbot ebenfalls drei Monate. Bei mehr als 1,09 Promille oder Gefährdung des Straßenverkehrs wird dir sogar die Fahrerlaubnis entzogen und es könnte eine Geld- oder Freiheitsstrafe auf dich zukommen.

Für Drogen gilt die gleiche Regel, wie für Alkohol. Fällst du mehr als einmal negativ auf, darfst du drei Monate kein Kraftfahrzeug führen. Außerdem kann es bei Gefährdung des Straßenverkehrs zur Entziehung der Fahrerlaubnis sowie Geld- oder Freiheitsstrafen kommen.

All diese Verkehrsverletzungen, sind normalerweise leicht vermeidbar, wenn man sich an die Straßenverkehrsordnung hält. Das sollte man nicht nur wegen des Fahrverbots tun, sondern auch weil alle diese Ordnungswidrigkeiten Punkte in Flensburg und teilweise hohe Bußgelder mit sich bringen.

Weitere Infos findest du im Bußgeldkatalog.

Häufige Fragen

Wie hart die Konsequenzen sind, ist davon abhängig, wie viel Alkohol du im Blut hast und wie schwer der Unfall war.

  • Bei 0,2 Promille müssen vor allem Fahranfänger, die unter 21 Jahre alt sind oder ihren Führerschein noch keine zwei Jahre haben, mit ernsten Konsequenzen rechnen (Verlängerung der Probezeit). 
  • Bei 0,3 Promille wird es auch für erfahrene Autofahrer schwieriger. Es drohen bis zu 7 Punkte in Flensburg und bei besonders schweren Fällen auch ein Führerscheinentzug, eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe.
  • Bei 0,5 Promille kann es zu einer Sperre für die Fahrerlaubnis von 6 Monaten bis zu 5 Jahren kommen. Das bedeutet, dass man seinen Führerschein nur nach einer neuen Fahrprüfung zurück erhält und diese Prüfung erst nach der Sperrfrist ablegen kann. 
  • Bei 1,5 Promille kommt zu den bisherig genannten Strafen noch eine medizinisch-psychologische-Untersuchung hinzu. Fällt diese negativ aus, erhält man den Führerschein gar nicht mehr zurück.

Wie streng die Konsequenzen für den Cannabiskonsum am Steuer sind, hängt von der Menge an THC im Blut und den Folgen der Autofahrt ab. Viele Richter verhängen eine Strafe, sobald der Grenzwert von 1 Nanogramm THC pro ml Blut überschritten worden ist.

Wurde man mit einem Joint am Steuer oder mit THC  im Blut erwischt, fällt die Strafe noch verhältnismäßig glimpflich aus. Beim ersten Vergehen und einer niedrigen THC Dosis muss man mit etwa einem Monat Fahrverbot und 500 Euro Strafe rechnen. Wiederholungstäter müssen mit einem Fahrverbot von drei Monaten und einer mediznisch-psychologischen-Untersuchung rechnen.

Baust du unter Einfluss von Cannabis einen Unfall ist mit einer Geldstrafe und einer möglichen Freiheitsstrafe von 12 bis 15 Monaten zu rechnen (Inklusive Führerscheinentzug). Um die MPU führt hier auch kein Weg herum.

Unter das Betäubungsmittelgesetz fallen vor allem starke Schmerzmittel aus Stoffen wie Opium, Morphium und Kokain. Bekannte Drogen, die aus diesen Stoffen hergestellt werden, sind zum Beispiel Heroin, Ecstasy und Cannabis, aber auch therapeutische Betäubungsmittel wie Ritalin, Methadon und Oxycodon. Mit Medikamenten, die als BTM gelten, ist das Führen von Fahrzeugen untersagt. 

Ist der Konsum ärztlich erlaubt, drohen einem erst einmal keine strafrechtlichen Konsequenzen. Allerdings sollte man in diesem Fall das Auto meiden. Bei illegalem Konsum droht neben den strafrechtlichen Folgen wie Geld- und Freiheitsstrafe die Anordnung einer MPU

Wurde man in einer Verkehrskontrolle unter dem Einfluss von Drogen erwischt, ist die Fahrerlaubnisbehörde prinzipiell dazu verpflichtet, den Führerschein zu entziehen. Bevor das Fahrverbot gültig wird, gibt es in solchen Fällen allerdings eine gerichtliche Anhörung. Bei geringen Mengen an BTM im Blut besteht die Chance, das Fahrverbot wegen Betäubungsmittel zu umgehen. 

Der Theorieunterricht macht dich fit für deine Theorieprüfung und deine Fahrstunden.

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Der erste Schritt, um ein Fahrverbot von Anfang an zu vermeiden, ist die Wahl einer qualitativen Fahrausbildung. Suche dir also jetzt eine Fahrschule in deiner Nähe, die am besten zu dir passt und dich sowohl praktisch als auch theoretisch bestens auf den Straßenverkehr vorbereitet.