Führerscheinklasse A2

Der "Aufbau"- Motorradführerschein

Der Führerschein der Klasse A2 baut auf dem A1-Führerschein auf und ist damit der mittlere von den drei Motorradführerscheinen. Mit dem stufenweisen Aufbau möchte man jungen Menschen die Möglichkeit geben, frühzeitig den Motorrad-Führerschein zu machen und die Leistung des Gefährts langsam entsprechend der Fahr-Routine zu steigern. Das bedeutet, du kannst mit 16 mit dem "kleinen" Motorradführerschein (A1) starten (11 kW), nach zwei Jahren mit A2 auf eine leistungsstärkere Maschine wechseln (35 kW) und nach weiteren 2 Jahren deinen unbeschränkten A-Motorradführerschein machen (mehr als 35 kW).

Endlich ans Steuer des eigenen Motorrads.

Finde deine Motorrad-Fahrschule

Du besitzt schon den Führerschein der Klasse A1 oder willst vielleicht sogar direkt in die Klasse A2 einsteigen? Dann entdecke in unserer Suche deine Motorrad-Fahrschule und absolviere die zweite Stufe der Motorrad-Führerscheine.

Allgemeine Infos zum A2-Führerschein

  • Mindestalter: 18 Jahre. Die Theorieprüfung kannst du bereits 3 Monate vorher ablegen, die praktische Prüfung 1 Monat vor deinem Geburtstag.
  • Unterlagen/Dokumente: Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs und biometrisches Passbild.
  • Befristung: Keine. Jedoch ist der Führerschein nur 15 Jahre gültig. Spätestens dann musst du ein neues Dokument beantragen, das dann wieder 15 Jahre gültig ist.
  • Prüfungen: Für den A2-Führerschein musst du beim Direkteinstieg eine erfolgreiche Theorie- und Praxisprüfung ablegen. Hast du bereits den A1-Führerschein, musst du lediglich eine praktische Prüfung ablegen.
  • Diese Führerscheinklassen erhältst du automatisch mit dem A2-Führerschein:  AM und A1
  • Das darfst du mit dem A2-Führerschein fahren: Krafträder mit einer Leistung von höchstens 35 kW, die nicht von einem Kraftrad mit einer Leistung von über 70 kW abgeleitet ist. Das Verhältnis Leistung/Gewicht darf höchstens 0,2 kW/kg betragen.
  • Besonderheit: Beim A2-Führerschein handelt es sich um die zweite Stufe der Motorrad-Führerscheine, da er auf den A1-Führerschein aufbaut. Die nächsthöhere Stufe ist dann der A-Führerschein, den du nach weiteren zwei Jahren machen darfst. Sinn der Stufen ist, dass du dich langsam steigerst und dich behutsam an die höheren Motorleistungen herantastest. 

Theorie

Bei der Theorie muss unterschieden werden: Hast du schon den Führerschein der Klasse A1, musst du nicht nochmal den Theorieunterricht besuchen und deine Theorieprüfung ablegen.

Beim Direkteinstieg in die Klasse A2 sieht das anders aus. Hier musst du wie in Klasse A1 den Theorieunterricht bestehend aus Grund- und Zusatzstoff besuchen. Der Grundstoff beinhaltet den allgemeinen Prüfungsstoff, der für alle Führerscheinklassen gilt. Der Zusatzstoff beinhaltet die besonderen Anforderungen der jeweiligen Fahrzeugklasse. 

Beim Grundstoff in Klasse A2 musst du insgesamt 12 Doppelstunden à 90 Minuten besuchen, um zur Theorieprüfung zugelassen zu werden. Zudem musst du beim Zusatzstoff mindestens 4 Doppelstunden à 90 Minuten besucht haben. 

Dabei gilt: Hast du Probleme bei einem bestimmten Thema, z. B. den Vorfahrtregeln, darfst du dir den Stoff selbstverständlich auch noch ein zweites Mal im Unterricht anhören. Bei den oben genannten Stunden handelt es sich um die mindestens vorgeschriebenen Stunden.

In deinen praktischen Fahrstunden gewinnst du wertvolle Routine.

Praxis

In deinen Motorrad-Fahrstunden machst du dich mit deiner Maschine und den Verkehrsvorschriften vertraut. Dabei ist es natürlich von Bedeutung, ob du bereits Erfahrungen im Motorradfahren gesammelt hast. 

Es kommen drei verschiedene Szenarien in Frage:

Erstes Szenario - du hast noch keinen Führerschein Klasse A1, machst die Klasse A2 also im Direkteinstieg.

Hier sieht der Gesetzgeber neben den normalen Übungsstunden eine bestimmte Zahl an Sonderfahrten vor, die du absolvieren musst, damit du zur Prüfung zugelassen wirst. Du musst 5 Fahrstunden auf Bundes- oder Landstraßen, 4 Fahrstunden auf Autobahnen und 3 Fahrstunden bei Dämmerung oder Dunkelheit machen.

Zweites Szenario – du hast bereits die Klasse A1, aber noch keine zwei Jahre.

Jetzt musst du neben den normalen Übungsstunden eine reduzierte Anzahl von Sonderfahrten absolvieren. Konkret wären das 3 Fahrstunden auf Bundes- oder Landstraßen, 2 Fahrstunden auf der Autobahn und eine Fahrstunde bei Dämmerung oder Dunkelheit.

Drittes Szenario – du hast die Klasse A1 bereits seit mindestens zwei Jahren.

Jetzt musst du neben den normalen Übungsstunden keine Sonderfahrten mehr machen.

Wenn du bereit für die Prüfung bist, wird dir dein Fahrlehrer Bescheid geben und dir in einer finalen Stunde nochmals wertvolle Tipps für deine Prüfungsfahrt geben. Schau dir vorab auch noch mal deine schwierigen Stellen aus deinem Prüfgebiet in der Drivers Cam App an.