Die praktische Prüfung: Fehlerbewertung

Grundsätzlich wird in der praktischen Prüfung der Gesamteindruck deiner Fahrkünste bewertet. Wenn dieser passt bzw. du dich in einer komplizierten Verkehrssituation souverän verhältst, wird über kleinere Fehler auch mal hinweggesehen. 

Diese 10 "Todsünden", sollten dir in der Prüfung auf keinen Fall passieren, da sie zum sofortigen Durchfallen führen:

Trotz sonst guter Leistungen gilt die Prüfung als „nicht bestanden“, wenn du einen dieser Fehler gemacht hast:

  1. Gefährdung oder Schädigung
  2. Grobe Missachtung der Vorfahrt oder Vorrangregelung
  3. Nichtbeachten von „Rot“ bei Ampeln oder entsprechenden Zeichen von Polizeibeamten
  4. Nichtbeachten folgender Vorschriftzeichen: Stoppschild, Verkehrsverbote ohne Zusatzzeichen (z.B. Anlieger frei), Verbot der Einfahrt
  5. Nichtbeachten anderer Vorschriftzeichen mit der Folge einer möglichen Gefährdung
  6. Verstoß gegen das Überholverbot
  7. Vorbeifahren an Schul- und Linienbussen, die mit Warnblinklicht an Haltestellen halten, mit einer Geschwindigkeit von mehr als 20 km/h
  8. Endgültiges Einordnen zum Linksabbiegen auf Fahrstreifen des Gegenverkehrs
  9. Fahrstreifenwechsel ohne Verkehrsbeobachtung
  10. Fehlende Reaktion bei Kindern, Hilfsbedürftigen und älteren Menschen.

Übrigens: Versucht dein Fahrlehrer, den Prüfer zu täuschen, wird die Prüfung ebenfalls mit dem Ergebnis "nicht bestanden" beendet!

Es gibt leider einige Fehler, die dir in deiner praktischen Prüfung nicht verziehen werden und zum Durchfallen führen.

Weitere Fehler:

Zum Nichtbestehen der Prüfung kann auch eine Wiederholung oder Häufung verschiedener Fehler führen, wie z.B.

  • Mangelhafte Verkehrsbeobachtung
  • Nichtangepasste Geschwindigkeit
  • Vorbeifahren an Schul- und Linienbussen, die mit Warnblinklicht an Haltestellen halten, mit mehr als Schrittgeschwindigkeit, aber nicht mehr als 20 km/h.
  • Fehlerhaftes Abstandhalten
  • Unterlassene Bremsbereitschaft
  • Nichteinhalten des Rechtsfahrgebots
  • Nichtbeachten von Verkehrszeichen
  • Langes Zögern an Kreuzungen und Einmündungen
  • Fehlerhaftes oder unterlassenes Einordnen in Einbahnstraßen
  • Fehlerhaftes oder unterlassenes Blinken
  • Fehlerhafte oder unterlassene Benutzung der Bremsen und vorhandener Verzögerungssysteme
  • Fehler bei der Fahrzeugbedienung
  • Fehler bei der umweltbewussten und Energie sparenden Fahrweise.

Falls dir einer dieser Fehler passiert, bleibe ruhig und mache dich nicht verrückt. Noch ist nichts verloren. Je ruhiger du bleibst, desto geringer ist die Gefahr, dass dir noch ein weiterer Fehler passiert.

Und keine Angst - in der Prüfungsrichtlinie heißt es: "Vorschriften sind nicht kleinlich auszulegen; auch gute Leistungen sind zu berücksichtigen". Das bedeutet also, dass du Fehler wieder "ausbügeln" kannst, indem du dich z.B. in einer anderen Situation besonders vorausschauend verhältst.

Ganz wichtig während der gesamten Prüfung ist also: Versuche so ruhig wie möglich zu bleiben und dich nur auf den Verkehr zu konzentrieren. Mach dir keine Gedanken, was eben passiert ist, sondern wende deine ganze Aufmerksamkeit aufs Fahren und den Straßenverkehr.

Weitere Tipps zur praktischen Prüfung findest du hier. Was du gegen Prüfungsangst tun kannst, haben wir dir hier zusammengestellt.

Schnelles Fahrschulauto fährt weg in Richtung vieler Schilder

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