Typklassen

Berechnung der Typklasse eines Fahrzeugs

Die Berechnung der Typklasse eines Fahrzeugs erfolgt durch den so genannten statistischen Schadenbedarf. Dieser errechnet sich aus zwei verschiedenen Faktoren, der „Schadenhäufigkeit“ und dem „Schadendurchschnitt“ einer bestimmten Fahrzeugklasse. Beim Schadendurchschnitt werden die von der Versicherung getragenen Leistungen für alle Fahrzeuge der Typenklasse berechnet, die Höhe der Reparaturkosten und der Personenschäden also. Bei der Schadenhäufigkeit werden mehrere Punkte zusammen gezogen: die Leistung, der Hubraum, das Leistungsgewicht, der Drehmoment, die Art des Fahrzeugs, sowie das Fahrverhalten der einzelnen Fahrzeughalter. Bei der Kaskoversicherung kommt hier übrigens zur Einteilung in die Typklasse noch das Diebstahlrisiko eines bestimmten Fahrzeugtyps dazu.

Bei der Berechnung des Schadenbedarfs wird der Gesamtdurchschnitt, der sich aus Schadendurchschnitt und Schadenhäufigkeit zusammensetzt, im Vergleich genommen zu jedem einzelnen Fahrzeug. Der Gesamtdurchschnitt wird dabei als 100 Prozent angesetzt und ist damit der Maßstab für den Schadenbedarf des einzelnen Fahrzeugs. Liegt dieser dann niedriger als der Durchschnitt, desto niedriger wird dann auch der Beitrag, den der Fahrzeughalter an seine KFZ-Versicherung bezahlen muss. Liegt der Schadenbedarf für das einzelne Fahrzeug jedoch höher, wird auch der Tarif für die KFZ-Haftpflicht herauf gestuft und die Versicherung wird teurer. Bei der aktuellen Neueinstufung ergab für mehr als 70 Prozent der Fahrzeugtypen keine Veränderung der Typklasse. Etwa 28 Prozent der Fahrzeuge wurden um eine Typklasse verändert eingestuft, die restlichen zwei Prozent hatten eine Neueinstufung um mehr als eine Stufe.


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