Wann droht ein Führerscheinentzug? Und wann wird er fällig?

In den meisten Fällen droht einem als Autofahrer lediglich eine Geldbuße oder Punkte. Wenn überhaupt wird ein kurzfristiges Fahrverbot angeordnet. Grundsätzlich muss man also schon grob fahrlässig vorgehen, um seinen Führerschein durch einen Führerscheinentzug überhaupt in Gefahr zu bringen. Alkohol und Drogen sind hier die häufigsten Fälle: Wer mindestens 1,1 Promille Alkohol im Blut hat, der ist seinen Führerschein los. Aber Achtung: Hat man weniger getrunken, wirkt durch seine Aussprache oder sein Verhalten aber trotzdem fahruntüchtig, kann der Führerschein schon eher entzogen werden. Noch strenger sind die Gerichte in Sachen Drogen: Im Grunde reichen schon kleinste Spuren für einen Führerscheinentzug. Selbst der Besitz von Drogen kann hier ausreichen, denn es legt den Verdacht nahe, dass man Drogen gewohnheitsmäßig konsumiert und damit wie ein Alkoholiker grundsätzlich fahruntüchtig ist.

Neben Alkohol und Drogen sind auch Fahrerflucht, schwerwiegende Krankheiten und Straftaten im Zusammenhang mit dem Auto Gründe, die zu einem Führerscheinentzug sorgen können.

Aber ab wann gilt der Führerscheinentzug?

Anders als beim Fahrverbot, wo man sich den Zeitraum des Verbots selbst auswählen kann, beginnt der Führerscheinentzug sofort. Oft wird er deshalb direkt von der Polizei beschlagnahmt, ansonsten ist er nicht mehr zu verwenden, sobald ein entsprechender Brief von der Fahrerlaubnisbehörde eintrifft. Grundsätzlich besteht natürlich die Möglichkeit, gegen den Führerscheinentzug rechtliche Mittel einzulegen. Lassen Sie sich hierzu am besten von unserem Anwalt beraten. Dieses Verfahren ist nicht immer anzuraten, denn der Führerschein bleibt weg, bis ein Richter anders entschieden hat. Da Klagen in Deutschland sehr langwierig sind, kann es also besser sein, den Führerscheinentzug einfach hinzunehmen, statt das Ganze durch ein Gerichtsverfahren noch um Monate zu verlängern.







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