Führerscheinentzug – wann tritt Verjährung ein?

Nicht immer ist es nach einem Führerscheinentzug möglich, alle Auflagen zu erfüllen, die für eine Neuerteilung des Führerscheins nötig wären. Das kann zum Beispiel eine unbekämpfte Alkoholabhängigkeit oder Drogensucht, aber auch etwas anderes sein. Was viele nicht wissen: Durch die gesetzliche Verjährung gibt es auch ohne medizinisch-psychologische Untersuchung und andere Auflagen die Möglichkeit, den Führerschein neu zu bekommen. Hier braucht man allerdings eines: Geduld.

Die gesetzliche Verjährungsfrist für negative Einträge im Verkehrsverzeichnis liegt bei zehn Jahren. Allerdings erst, nachdem man den Führerschein neu beantragt und erhalten hat. In einem solchen Fall ist die Verjährung also vor allem dann dienlich, wenn man nach zehn Jahren vorbildlichem Fahrens nicht wieder wegen eines kleinen Vergehens ernsthafte Konsequenzen als „Wiederholungstäter“ in Kauf nehmen möchte. Doch auch wenn man gar keinen Führerschein neu erteilt bekommen hat, kann die Verjährung weiter helfen. Zu den zehn Jahren eigentlicher Frist kommen allerdings noch fünf Jahre Übergangsfrist hinzu. Wer die MPU nicht vornehmen lassen möchte oder kann, wird also wohl oder übel 15 Jahre warten müssen, ehe er den Führerschein neu machen kann.

Viele Autofahrer unterliegen hierbei übrigens dem Irrtum, dass die Fahrerlaubnisbehörde nach Ablauf der Verjährungsfrist den alten Führerschein wieder aushändigen würde. Das ist nicht der Fall, vielmehr muss für jede Fahrzeugklasse eine neue theoretische und praktische Führerscheinprüfung abgelegt werden. Unter Umständen kann auf einzelne Prüfungen aber verzichtet werden. Wenn Sie nach Ablauf der Verjährungsfrist Ihren Führerschein wieder erlangen möchten, lassen Sie sich am besten von einem Anwalt Unterstützen. Sprechen Sie uns einfach an, wir können Ihnen hier weiter helfen.








Noch Fragen?
In unserem Forum wird schnell und kompetent weitergeholfen...

Zurück zum Ratgeber zum Thema Führerscheinentzug – was nun? Der große Ratgeber...