Führerscheinentzug durch zu viele Punkte

Nicht nur schwere Vergehen gegen die Straßenverkehrsordnung oder das Verkehrsrecht können zum Führerscheinentzug führen. Wer regelmäßig durch kleinere Vergehen Punkte sammelt, der bringt seinen Führerschein ebenfalls in Gefahr. Ab 18 Punkten wird der Führerschein konsequent entzogen. Allerdings kommen die so schnell nicht zusammen. Schon ab vier Punkten wird ein Aufbauseminar empfohlen, durch das sich zwei bis vier Punkte wieder abbauen lassen. Ab 14 Punkten wird dieses Seminar sogar angeordnet. Und auch die freiwillige Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung kann den Führerschein noch einmal retten.

Wurde der Führerschein durch Punkte entzogen, wird außerdem eine Sperrfrist von mindestens sechs Monaten verhängt. Je nach Schwere der Vergehen, die in der Summe zum Führerscheinentzug geführt haben, sind auch längere Sperrfristen und ergänzend eine medizinisch-psychologische Untersuchung möglich. Insbesondere mit letzterer sollten Sie immer rechnen, wenn Ihnen der Führerschein wegen zu vielen Punkten entzogen wurde. Nur wenn diese bestanden wird, bekommen Sie die Erlaubnis für einen neuen Führerschein. Unter Umständen kann sich die Sperrfrist dadurch auf unbestimmte Zeit verlängern, so dass Sie sich auf die MPU gut vorbereiten sollten.

Manche Autofahrer glauben übrigens, dass die Punkte durch ein Fahrverbot bis zu einem gewissen Punkt gelöscht werden, so dass der Führerscheinentzug wegen 18 Punkten nicht mehr droht. Das ist allerdings ein Irrglaube: Für ein Fahrverbot werden keine Punkte abgezogen, sondern noch hinzugefügt. Wer einen Führerscheinentzug durch Punkte vermeiden möchte, der sollte daher jede Gelegenheit zu Aufbauseminaren und freiwilligen verkehrspsychologischen Beratungen nutzen, auch wenn diese Geld kosten. Auf natürlichem Wege werden Punkte nur nach zwei Jahren abgebaut – und das auch nur, wenn man seitdem nicht weiter auffällig geworden ist.








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