Führerscheinentzug während der Probezeit

Gerade in der Probezeit kann es leicht zu Vorfällen kommen, wegen denen einem nicht nur ein Fahrverbot, sondern gleich ein Führerscheinentzug droht. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn man bereits drei Mal einen sogenannten A-Verstoß (Nötigung und Unfallflucht, Geschwindigkeits-
überschreitung, Fahren unter Alkoholeinfluss und Rotlichtmissachtung) oder sechs B-Verstöße auf dem Kerbholz hat. Letztere sind zum Beispiel Unbefugte Nutzung eines Fahrzeugs, Fahren mit Handy, Kennzeichenmissbrauch, Missachten des Parkverbots und ähnliche Dinge. In einem solchen Fall verlängert sich nicht nur die Probezeit, sondern auch der Führerschein ist erst einmal weg.

Wie lange der Führerscheinentzug gilt und was man tun muss, um ihn zurück zu bekommen, hängt davon ab, weswegen der Führerschein überhaupt weg ist. Grundsätzlich kann der neue Führerschein frühestens nach drei Monaten beantragt werden, allerdings ist eine Sperrfrist von bis zu fünf Jahren möglich. Aus diesem Grund sollten Sie sich bei einem drohenden Führerscheinentzug unbedingt die Hilfe eines Anwalts suchen, um die Sperrfrist so weit wie möglich zu verringern. Gerne machen wir Sie dazu mit unserem Partner-Anwalt bekannt.

Nicht selten ist die Beantragung des neuen Führerscheins auch noch an andere Bedingungen wie ein Aufbauseminar oder die sogenannte MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) geknüpft. Gerade um das Aufbauseminar sollte man sich früh kümmern, da die Termine oft auf lange Zeit ausgebucht sind. Für die MPU sollten Sie sich ebenfalls früh einen Beratungstermin holen, denn je nach dem, wieso der Führerschein weg ist, gilt es hier unterschiedliche Kriterien zu erfüllen. Waren Alkohol oder Drogen im Spiel, muss beispielsweise ein Abstinenznachweis geleistet werden – teilweise für bis zu zwölf Monate. Der Nachweis muss vor der Untersuchung vollständig sein.

Sind alle Auflagen erfüllt und der Führerschein neu erteilt, beginnt die Probezeit von vorne. Kommt es wieder zu Verstößen gegen das Verkehrsrecht, können die Konsequenzen noch drastischer sein. Theoretisch ist neben dem Führerscheinentzug sogar eine Freiheitsstrafe möglich.








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