Führerscheinentzug ohne gefahren zu sein – geht das überhaupt?

Es klingt ein wenig absurd, und doch hört man es immer wieder einmal: Der Führerschein kann auch dann entzogen werden, wenn man gar nicht gefahren ist. Dafür braucht es natürlich ungewöhnliche Zustände, „einfach so“ kann das nicht passieren. So hört man zum Beispiel immer wieder Geschichten, dass lediglich ein hoher Alkoholpegel und ein noch warmer Motor als Indiz dafür genommen wurden, dass man alkoholisiert gefahren ist. Eine Strafe ist hier aber nur zu erwarten, wenn das auch jemand bezeugen kann. Viel häufiger sind Fälle, bei denen der Führerschein entzogen wird, ohne gefahren zu sein, im Zusammenhang mit Straftaten und ähnlichem.

Welche Straftaten führen zum Führerscheinentzug ohne gefahren zu sein?

Wer regelmäßig Alkohol oder Drogen konsumiert, dem kann von der Fahrerlaubnisbehörde der Führerschein auch dann entzogen werden, wenn er nicht berauscht am Steuer saß. In solchen Fällen wird ein gewohnheitsmäßiger Konsum unterstellt, der generell fahruntauglich macht. Nur eine medizinisch-psychologische Untersuchung, einher gehend mit Abstinenznachweis, kann den Führerscheinentzug hier verhindern. Bei Drogen ist es übrigens schon ausreichend, im Besitz von Cannabis, Kokain, Heroin und anderen Rauschmitteln zu sein, man muss sie noch nicht einmal konsumiert haben. Andere Fälle, die abseits vom Steuer zum Führerscheinentzug führen können, sind der Konsum von fahruntauglich machenden Medikamenten oder Krankheiten, mit denen man sich nicht ans Steuer setzen darf. Das kann zum Beispiel bei unbehandelter Diabetes oder Narkolepsie der Fall sein, da es hier zu unkontrollierbaren Anfällen mitten im Straßenverkehr kommen könnte. Zu guter letzt kann auch allen der Führerschein entzogen werden, die mit dem Auto öfter Straftaten begehen, zum Beispiel Wohnungseinbrüche.

Wenn ein Führerscheinentzug droht, ohne gefahren zu sein, sollte der erste Weg zu einem Fachanwalt führen. Wir stellen für Sie gerne den entsprechenden Kontakt her. Jetzt muss zuerst einmal ermittelt werden, warum genau der Führerschein weg ist. Gibt es keine stichhaltigen Beweise, zum Beispiel weil Zeugen und Beweismittel fehlen oder aus irgendeinem Grund unbrauchbar sind, gibt es gute Chancen, den Führerscheinentzug abzuwenden. Ansonsten kann eine Gerichtsverhandlung mit einem guten Anwalt darüber entscheiden, wie lang die Sperrfristen sind und welche Auflagen an eine Neuerteilung des Führerscheins geknüpft sind. In den meisten Fällen, in denen Verhalten abseits des Autos zum Führerscheinentzug führt, ist eine medizinisch-psychologische Untersuchung zu erwarten.








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