Führerscheinentzug – lohnt sich eine Klage?

Was tun, wenn eine Ankündigung für den Führerscheinentzug ins Haus flattert? Auch wenn dieses Problem in der Regel hausgemacht ist, ist diese Strafe doch schwerwiegend. Immerhin brauchen viele Menschen heutzutage ihr Auto, um zur Arbeit zu kommen oder sind auch beruflich auf den Führerschein angewiesen. In anderen Fällen kann es aber auch sein, dass die Grenze zwischen Fahrverbot und Führerscheinentzug nur ganz knapp überschritten wurde. Ein Messfehler vielleicht? Doch lohnt es sich überhaupt, gegen den Führerscheinentzug Klage einzureichen? Gerade in Anbetracht der hohen Anwalts- und Gerichtskosten sollte man dies sorgfältig abwägen.

Grundsätzlich sollte man sich für die Klage gegen den Führerscheinentzug erst einmal einen Anwalt suchen. Wir haben für Sie einen auf Verkehrsrecht spezialisierten Partner-Anwalt, den wir gerne für Sie kontaktieren. Normalerweise dauert es mehrere Monate, bis über eine solche Klage entschieden wurde. Da der Führerschein in der Regel aber sofort entzogen wird, sollte man als allererstes das sogenannte „einstweilige Rechtsschutzverfahren“ einleiten. Das hat gleich zwei Vorteile: Erstens über den Führerscheinentzug wird schneller entschieden und zweitens bis zum Abschluss des Verfahrens muss der Führerschein nicht abgegeben werden.

Am meisten Erfolg hat eine Klage gegen den Führerscheinentzug, wenn der eigentliche Grund dafür nicht klar nachgewiesen werden kann. Wurde zum Beispiel nicht rechtzeitig nach einem Unfall unter Alkoholeinfluss der Blutalkoholspiegel bestimmt, kann das Ganze die Sache abmildern. Auch wenn man den Führerschein beruflich braucht, kann eine Klage zumindest teilweise Erfolg haben: Die Einschränkung, den Führerschein beruflich weiter nutzen zu dürfen, ist eine der möglichen Folgen. Allerdings sind Klagen sehr langwierig und dementsprechend teuer. Beraten Sie sich daher am besten mit Ihrem Anwalt, ob eine Klage wirklich Sinn macht, oder ob es besser ist, den Führerscheinentzug einfach auszusitzen.








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