Kann man beim Führerscheinentzug einen Härtefall geltend machen?

Viele Menschen sind auf ihr Auto angewiesen. Kommt es zu einem längerfristigen Führerscheinentzug, kann das schnell Existenz bedrohend werden. Das gilt insbesondere dann, wenn man Berufskraftfahrer ist oder das Fahrzeug dringend für den Weg zur Arbeit benötigt. Unter solchen Umständen ist es möglich, den Führerscheinentzug als Härtefall zu umgehen. Einfach ist das allerdings nicht, denn gerade in Verkehrsangelegenheiten sind die deutschen Gerichte sehr streng. Sie sollten sich deshalb unbedingt einen guten Anwalt suchen, wenn Sie vor Gericht einen Härtefall gegen den Führerscheinentzug geltend machen möchten. Sprechen Sie uns an, wir nehmen für Sie gerne Kontakt mit unserem anwaltlichen Partner auf.

Die schlechte Nachricht vorneweg: Dass der Führerscheinentzug wegen einem Härtefall ganz aufgehoben wird, wird nicht passieren. Das ist höchstens bei einem Fahrverbot möglich, und dort auch nur, wenn man noch keine Punkte hat und wenn der Arbeitgeber bestätigt, dass der eigene Job durch das Fahrverbot in Gefahr ist. Doch wer einen Härtefall vorweisen kann, der kann zumindest die mit dem Führerscheinentzug einher gehende Sperrfrist verkürzen. Wurde man zum Beispiel das erste Mal verurteilt und erklärt man sich zu einer Nachschulung bereit, dann hat man mit einem guten Anwalt gute Chancen darauf, dass die Sperrfrist um drei Monate gesenkt wird. Die Mindestlaufzeit von sechs Monaten kann allerdings nicht unterschritten werden.

Aber Achtung! Wer persönliche Ausnahmesituationen wie eine Scheidung als Härtefall angibt oder behauptet, nur so einen hohen Promillegehalt zu haben, weil er sonst nie trinkt, der kann sich damit gewaltig in die Nesseln setzen. Solche Situationen können das Gericht nämlich zu der Annahme führen, dass man dauerhafte psychologische Probleme hat. Ab einem gewissen Promillegehalt wird außerdem vorausgesetzt, dass man Gewohnheitstrinker sein muss, um so viel Alkohol im Blut zu haben. Beides kann zu einer medizinisch-psychologischen Untersuchung und einem dauerhaften Führerscheinentzug führen.








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