Führerschein weg – was nun?

Einmal zu schnell gefahren oder ein Gläschen zu viel getrunken und das deutsche Rechtssystem zeigt sich unbarmherzig. Der Führerschein ist weg. Und jetzt? Wenn Sie bisher lediglich die Androhung eines Fahrverbots erhalten haben, sollten Sie so schnell wie möglich einen Anwalt einschalten und Widerspruch einlegen (Gerne informieren wir Sie ausführlicher über Ihre Möglichkeiten). Selbst wenn Ihrem Widerspruch nicht stattgegeben wurde, haben Sie auf diese Weise zumindest das Zeitfenster verlängert, in dem Sie Ihren Führerschein abgeben können. In vielen Fällen lässt sich das Fahrverbot auch noch in eine erhöhte Geldbuße umwandeln, wenn Ihr Anliegen vor Gericht gebracht wird. Neben einer drohenden Kündigung ist auch das sogenannte „Augenblicksversagen“ ein guter Grund, das Fahrverbot zu umgehen.

Wenn das Fahrverbot unabwendbar ist, können Sie sich den Zeitpunkt zumindest beim ersten Vergehen selbst auswählen. Damit die Strafe nicht mit Ihren Arbeitszeiten kollidiert, empfiehlt es sich, den Jahresurlaub am Stück zu nehmen und das Fahrverbot auf diese Zeit zu legen. Das geht natürlich nur, wenn es sich dabei nur um ein einmonatiges Fahrverbot handelt. Der Zeitraum des Nicht-Fahrens beginnt mit dem Tag, an dem der Führerschein bei der Fahrerlaubnisbehörde abgegeben wird. Da Briefe schon einmal länger brauchen können oder sogar verloren gehen, bringen Sie das Dokument am besten persönlich bei der Behörde vorbei. Hier können Sie es auch wieder abholen, wenn das Fahrverbot vorüber ist.

Wurde nicht nur ein Fahrverbot ausgesprochen, sondern der Führerschein entzogen, wird die Sache etwas kniffliger. Wenn ein Aufbauseminar angeordnet wurde, sollten Sie sich möglichst schnell um einen Platz kümmern, denn diese Schulungen sind oft lange ausgebucht, was die Rückgabe des Führerscheins verzögert. Wer die Auflage zu einer medizinisch-psychologischen Untersuchung hat, muss insbesondere im Zusammenhang mit Drogen nachweisen können, dass er diese nicht mehr konsumiert. Das geschieht durch regelmäßige Drogentests, deren Nachweise man bei der Untersuchung vorlegt. Fällt die MPU positiv aus, kann man danach eine erneute Fahrprüfung ablegen und erhält bei Bestehen den Führerschein zurück.








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