Führerscheinentzug wegen Fahrerflucht

Das kann wohl in den besten Familien passieren: Man baut einen Unfall und erschreckt sich darüber dermaßen, dass man die Flucht ergreift. Ob man nur einen kleinen Blechschaden beim Einparken verursacht hat, oder ob sogar Personen verletzt wurden, ist aus strafrechtlicher Sicht erst einmal unerheblich. Mit Punkten muss man für die Fahrerflucht auf jeden Fall rechnen, und zwar zwischen 5 und 7. Das ist davon abhängig, wie schwer der Unfall war und ob man im Nachhinein Reue vor dem Gericht gezeigt hat. Allein wegen der Fahrerflucht droht also kein Führerscheinentzug, es sei denn man überschreitet mit den Punkten die Grenze von 17 erlaubten Punkten in Flensburg. Vielmehr sind es die Begleitumstände, die im Zusammenhang mit der Fahrerflucht für den Führerscheinentzug sorgen können.

Oft sind Alkohol, Drogen oder überhöhte Geschwindigkeit und Drängeln im Spiel, wenn es zu einem Unfall kommt. Alle diese Vergehen können im Zusammenhang mit einem Unfall zu einem Führerscheinentzug führen. Nicht selten kommt es dann vor, dass der Unfallfahrer flüchtig ist und versucht, sich vor drohenden Strafen zu entziehen. Selbst wenn der Unfall und die Fahrerflucht nicht so schwerwiegend waren, dass dafür der Führerschein entzogen werden muss, kann es dennoch passieren, dass die Fahrerlaubnis weg ist. Denn auch die Unfallursache wird mit Punkten und Geldbußen bestraft. Baut man zum Beispiel unter Alkoholeinfluss und mit erhöhter Geschwindigkeit einen Unfall und flüchtet dann, kann es für jedes einzelne dieser drei Vergehen Punkte geben. Damit ist es möglich, auf einen Schlag in die Punktezone zu kommen, in der der Führerschein entzogen wird.

Wie lange man für die Fahrerflucht und die anderen Vergehen den Führerschein entzogen bekommt, ist Sache des Gerichts. Deshalb sollten Sie sich in jedem Fall einen Anwalt nehmen, der Sie vor Gericht vertritt. Wenn Sie keinen haben, nehmen wir für Sie gerne Kontakt zu unserem Fachanwalt auf. Eine gute Verteidigung kann nicht nur Ihre Geldbuße senken, sondern auch die Sperrfrist, bis der Führerschein neu beantragt werden kann. Im Zusammenhang mit einer Unfallflucht müssen Sie allerdings damit rechnen, dass vor der neuen Fahrprüfung erst einmal die medizinisch-psychologische Untersuchung bestanden werden muss.








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