Führerscheinentzug wegen Cannabis

Grundsätzlich gilt Cannabis als die tolerierteste aller Drogen im Verkehrsrecht. Wer hin und wieder kifft oder auch schon einmal berauscht am Steuer sitzt, muss im Gegensatz zu anderen Drogen erst einmal nur mit einem Fahrverbot rechnen. Das gilt allerdings nur dann, wenn man 1. nicht fahruntüchtig ist (zum Beispiel, indem man Schlangenlinien fährt), 2. man einen THC Wert von einem Nanogramm nicht überschreitet und man 3. kein Gewohnheitskonsument ist. Letzteres ist man nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Freiburg dann der Fall, wenn man mehr als einmal im Monat einen Joint raucht.

Wurde man mit mehr THC im Blut erwischt, ist man dafür bekannt, regelmäßig Cannabis zu konsumieren oder hat man unter Einfluss von Cannabis sogar einen Unfall gebaut, ist es mit der Toleranz der deutschen Gerichte aber schnell vorbei, der Führerscheinentzug wegen Cannabis droht. Und nicht nur das: Schon der Besitz der Droge legt den Verdacht nahe, dass man sie häufiger konsumiert. Dann kann die Fahrerlaubnisbehörde den Führerschein auch dann einziehen, wenn man gar nicht am Steuer gesessen hat. Doch was jetzt?

Grundsätzlich ist ein Gerichtsurteil notwendig, wenn der Führerschein wegen Kiffen eingezogen werden soll. Nehmen Sie sich deshalb unbedingt einen guten Anwalt, zum Beispiel unseren Partner. Er hilft Ihnen dabei, den Führerscheinentzug in ein Fahrverbot umzuwandeln oder zumindest die Sperrfrist drastisch zu senken. Der Spielraum ist hier nämlich groß und liegt zwischen 6 Monaten und 5 Jahren. Mit einem muss man allerdings immer rechnen: Einer medizinisch-psychologischen Untersuchung und einem Drogenscreening. In der Regel muss man mindestens ein Jahr lang nachweislich drogenfrei sein, ehe die MPU bestanden werden kann. Deshalb sollten Sie unbedingt sofort anfangen, entsprechende Nachweise zu sammeln.








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