Führerscheinentzug durch eine rote Ampel

Nicht nur der Missbrauch von Rauschmitteln und ähnlich schwere Vergehen können zum Führerscheinentzug führen, sondern auch Kleinigkeiten. Wie sieht das Ganze zum Beispiel bei einer roten Ampel aus? Unachtsamkeit oder Eile sind der häufigste Grund, weshalb das rote Licht überfahren wird. Und Führerscheinstellen sind hier sehr pingelig. Droht also gleich der Führerscheinentzug, wenn man eine rote Ampel überfahren hat? Die gute Nachricht vorneweg: Ein Führerscheinentzug mit Sperrfrist droht hier nicht. Ein Fahrverbot dafür schon. Wie die Strafe im Detail ausfällt, hängt von den Umständen ab.

Grundsätzlich gilt, rot ist rot. Selbst wenn die Ampel noch keine Sekunde rot war, winken schon drei Punkte in Flensburg und ein Bußgeld. Wurden dabei sogar andere Verkehrsteilnehmer gefährdet oder ein Sachschaden verursacht, dann sind sogar vier Punkte und ein Monat Fahrverbot fällig.

Auch wer zum Rechts Abbiegen einen grünen Pfeil hat, riskiert seinen Führerschein. Grundsätzlich muss man nämlich erst einmal anhalten und prüfen, ob der Verkehr auch frei ist und ob man keine Radfahrer oder Fußgänger behindert. Wer wegen einer roten Ampel ein Fahrverbot angedroht bekommt, der kann aber noch Hoffnung schöpfen: Ist ein sogenanntes „Augenblicksversagen“ nachweisbar, können die Richter ein Auge zudrücken. Ein Augenblicksversagen ist zum Beispiel, wenn man versehentlich die grüne Fußgängerampel für die eigene hielt oder wenn der Verkehr auf der Nebenspur losfährt und man irrtümlich dachte, man habe ebenfalls grün. Ein gesundheitlicher Notfall ist übrigens kein gutes Argument, um eine rote Ampel zu überfahren. Da hier Vorsätzlichkeit unterstellt werden kann, fällt die Strafe dafür eher noch höher aus.

Wenn Ihnen wegen einer roten Ampel ein Fahrverbot droht, besprechen Sie am besten mit Ihrem Anwalt, welche Schritte Sie jetzt gehen sollten. Nehmen Sie dafür doch einfach Kontakt mit unserem juristischen Partner auf, der Sie umfangreich berät.








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