Der Sportbootführerschein Binnen

Möchte man mit einem Boot auf sogenannten „Bundeswasserstraßen“, also Kanälen und Flüssen, fahren, so benötigt man dazu einen Sportbootführerschein Binnen. Lediglich bei einer Leistung von unter 15 PS ist es auf Binnengewässern nicht nötig, einen speziellen Führerschein zu haben. Mit Sportbootführerschein Binnen dürfen Motor- oder Segelboote von einer Länge über alles (Lüa) von höchstens 14,99 Metern gefahren werden. Der Sportbootführerschein Binnen gilt je nach Prüfung allerdings nur für eine der beiden Bootsarten und berechtigt nicht zum Fahren auf offenen Gewässern. Dazu wäre der Sportbootführerschein See notwendig.

Ob man ein motorloses Segelboot ohne Führerschein steuern darf, ist Ländersache und individuell geregelt. Deshalb sollte man vor einem Bootsausflug in fremden Gewässern unbedingt abklären, ob man die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt.

Der Unterricht zum Sportbootführerschein Binnen

Die Voraussetzungen, um einen Sportführerschein Binnen zu machen, unterscheiden sich abhängig davon, ob man Segel- oder Motorboote fahren möchte. Zur Prüfung zum Segelbootführerschein kann man bereits ab 14 Jahren zugelassen werden, während für Motorboote ein Mindestalter von 16 Jahren vorgeschrieben ist. Die Tauglichkeit zum Führen von Booten wird unter anderem durch ein Führungszeugnis sowie durch ein ärztliches Gutachten belegt, das die körperliche und geistige Eignung sowie ein ausrechendes Seh- und Hörvermögen bestätigt.

Zur theoretischen Prüfung erhält man einen aus insgesamt 300 Multiple Choice Fragen bestehenden Prüfungskatalog. Neben einem allgemeinen Teil, der sich mit der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung, Seemannschaft und Wetterkunde beschäftigt, enthält die theoretische Prüfung auch noch einen Sonderteil, der sich entweder mit Motorbooten oder Segelkunde beschäftigt. Auch in der praktischen Prüfung gibt es einen allgemeinen Teil aus Manöver und Knotenkunde sowie einen bootsspezifischen Prüfungsteil. Aus diesem Grund darf man je nach Sportbootführerschein Binnen auch nur Motorboote oder nur Segelboote fahren – es sei denn, man legt beide Prüfungen ab. Hat man bereits einen Sportbootführerschein See, kann man den Prüfungspunkt Knotenkunde entfallen lassen.

Geprüft wird der Sportbootführerschein Binnen von der DSV (Deutscher Segelverband) oder der DMYV (Deutscher Motoryachtverband). Beide Verbände stellen auch eigene Sportbootführerscheine aus, die allerdings nur intern, zum Beispiel für Wettbewerbe, genutzt werden dürfen.

Weiterführende Informationen


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