Der Führerschein für Baumaschinen – Bagger fahren und mehr

Wer ein Haus baut oder sich für eine Arbeitsstelle im Bau interessiert, der wird zwangsläufig mit schwerem Gerät wie einem Bagger oder Kran in Berührung kommen. Möchte man diese Geräte auch selbst führen können, ist es unter Umständen notwendig, einen Führerschein für Baumaschinen zu machen. Allerdings trifft das nicht zwangsläufig auf alle Baumaschinen zu.

Viele Baumaschinen dürfen auch ohne Führerschein gefahren werden

Bagger, Kräne und Planierraupen haben eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von unter 20 km/h (in der Regel sind es eher 5 km/h) und dürfen deshalb ohne Führerschein gefahren werden. Auch eine Zulassung für solche Fahrzeuge ist nicht notwendig, man kann sich also einfach hinter das Steuer setzen und mit der Arbeit beginnen – auch im Straßenverkehr. Da die Geräte sehr langsam sind, werden Bagger und Co. für gewöhnlich aber mit Lastwagen über längere Strecken transportiert, so dass man selten mehr als 50 Meter auf der Straße fährt.

Eine Ausnahme unter den Baumaschinen ist der Traktor, der in erster Linie für die Landwirtschaft eingesetzt wird. Für ihn bedarf es eines Führerscheins der Klasse L oder T, je nach Höchstgeschwindigkeit des Traktors. Er darf bereits ab einem Alter von 16 Jahren gemacht werden, allerdings ist bis zum Alter von 18 Jahren ein Höchsttempo von 40 km/h vorgeschrieben. Wer den Traktor nicht landwirtschaftlich nutzt, muss einen Führerschein der Klasse C machen.

Die meisten Baumaschinen setzen also keinen Führerschein voraus. Ein wenig Übung ist allerdings empfehlenswert, ehe man so ein Fahrzeug zum ersten Mal eigenständig steuert. Vorher sollte man unbedingt abklären, welche Versicherung für Schäden aufkommt, die man mit einem Bagger oder einer Planierraupe möglicherweise verursacht. Wer nur einmal im Bagger sitzen möchte, der kann dazu auch einen Kurs zum Baggerfahren besuchen, der in vielen Orten angeboten wird.

Weiterführende Informationen zum Thema Baggerführerschein, Schwertransport und Kran-Führerschein.