Der Abschlepper Führerschein – Hilfe bei Pannen

Allein in Deutschland sind jeden Tag Millionen von Autos auf den Straßen und Autobahnen unterwegs. Da passiert es hin und wieder natürlich auch, dass ein Fahrzeug liegen bleibt. Pannen und Unfälle kommen fast jeden Tag vor. Da dabei oftmals wichtige Straßen blockiert werden, ist es wichtig, das Fahrzeug schnell von der Straße zu räumen. Das ist die Aufgabe des Abschleppdienstes, der das Pannenfahrzeug in die nächste Werkstatt, zum Haus des Eigentümers oder gleich auf den Schrottplatz bringt. Ein spezieller Abschlepper Führerschein ist dafür allerdings nicht nötig.

So kommt man zum Abschlepper Führerschein

Die Regelungen für den Abschlepper Führerschein sind leider etwas undurchsichtig. Es hängt nämlich davon ab, was für Fahrzeuge man abschleppen möchte und wie man sie abschleppt. Zieht man mit dem Seil oder der Stange einen PKW, ist der Führerschein Klasse B ausreichend. Diese Aufgabe kann also jede Privatperson übernehmen, die überhaupt ein Auto fahren darf. Erfolgt das Abschleppen mit einem LKW, ist hier zum Einen die Größe des LKWs ein Kriterium, zum Anderen der Zustand des Fahrzeugs: Es gibt kleine LKW, die mit der Klasse C gefahren werden dürfen, aber auch große Sattelschlepper, für die der Führerschein Klasse CE nötig ist.

Ist das Auto selbst noch fahrtauglich und muss nur aus einem Graben oder ähnlichem heraus geholt werden, spricht man von „Schleppen“. Dann muss man denselben Führerschein wie das geschleppte Fahrzeug haben. Ist das Fahrzeug vollkommen betriebsunfähig, ist das klassische „Abschleppen“ gemeint. Dann muss man für den Abschlepper Führerschein die Klasse CE haben.

Das Ganze ist also etwas undurchsichtig. Wer nicht nur im privaten Bereich hin und wieder Freunde abschleppen möchte, der sollte einen Führerschein der Klasse CE machen. Damit können dann wirklich alle Fahrzeuge, vom Motorrad über das Auto bis hin zum Lastkraftwagen abgeschleppt werden, ohne dass man damit eine Ordnungswidrigkeit begeht.