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Thema: Mehrere Fahrschüler im Auto


Nr. 1
Vor 3 Jahren
kairah
Fahrschüler
Neues Mitglied
Registriert seit: 15.01.2014
Beiträge: 3

Moin,

meine Frau ist dabei den Führerschein Klasse B zu machen.

Gestern kam sie nach dem Unterricht an und meinte zu mir das sie nächste Woche mit den Fahrstunden anfangen würde.
Der Fahrlehrer würde sie von der Arbeit abholen und bis zum Unterricht abends würde sie dann zusammen mit 3 anderen Fahrschülern abwechselnd fahren.

Ich habe da erhebliche bedenken:

1. Datenschutz, was geht es meiner Frau an wie weit andere Fahrschüler sind, wo ihre Schwächen liegen und umgekehrt

2. Wie will sich ein Fahrlehrer ein Bild von einem Schüler machen wenn gleichzeitig noch andere Schüler im Auto sitzen?

3. Denke ich das die Ablenkung durch andere Fahrschüler mehr als hoch ist, vor allem am Anfang

4. Weis ich jetzt noch nicht was sie hinterher unterschreiben soll wie viele Fahrstunden sie gemacht hat, kann mir aber gut vorstellen das dies nicht ganz in Ordnung sein wird.

5. Wie sinnvoll ist es wenn man einen Schüler direkt von der Arbeit abholt, dann fährt bis zum Unterricht am Abend? Meine Frau hätte dann ja nur die Pausen wo andere Schüler fahren. Zwar hat sie an dem Tag nur eine 6 1/2 Std. Tag (ohne Pause) insgesamt hat dieser Tag dann aber 12 1/2 Std. 


Ist es wirklich zulässig?

Danke euch im voraus 



Nr. 2
Vor 3 Jahren
M.P.U
Fahrlehrer
Experten Mitglied
Registriert seit: 02.08.2010
Beiträge: 339

zu1)
Die Frau hat ja nichts Schriftliches oder etwas in Bild oder Film festgehaltenes,
wer als Fahrschüler nicht unter Beobachtung stehen möchte, oder wen es stört,
der kann es ja dem Fahrlehrer mitteilen.
zu2)
Selbstverständlich kann sich ein Fahrlehrer ein Bild von dem Leistungsniveau eines Schülers machen,
wenn andere Personen mit an Bord sind, in der pr. Prüfung sind ja auch mehrere Leute im Fahrzeug.
Der Fahrlehrer konzentriert sich nämlich auf denjenigen, der gerade fährt, so etwas stellt für
einen Profi, der dafür ausgebildet ist, Fahrschüler zu begutachten kein Problem dar.
Es wäre also egal, ob da andere Menschen oder Tiere zuschauen oder anwesend sind.
zu3)
Meine volle Zustimmung.
zu4)
Es wird, bzw. muß weil vom Gesetzgeber vorgeschrieben vom FL ein sog. detaillierter Tagesbericht
in Form eines Tagesnachweises geführt werden, dort zeichnet jeder einzelne Fahrschüler exakt gegen, wieviele
Fahrstunden er absolviert hat und was in den Stunden behandelt wurde, da entsteht keineswegs ein Durcheinander.
zu5)
Wir befinden uns hier nicht in einer Betriebsratssitzung einer Gewerkschaft, wieviele Stunden die Frau
dann unterwegs ist, ist dem Gesetzgeber zunächst einmal egal, sofern das gesetzliche Tagespensum
an Fahrstunden nicht überschritten wird.
Es ist natürlich nicht förderlich, in den ersten Übungsstunden Blöcke von mehreren Doppelstunden mit Fahrtunterbrechungen zu
veranstalten, da sich die Fahrausbildung lt. Fahrschülerausbildungsordnung vom Leichten zum Schweren entwickeln
und gestalten soll, aber das bloße Mitfahren gilt ja nicht als Ausbildungszeit.
Allgemein:
Halte ich persönlich von der ganzen Rumgurkerei mit mehreren Fahrschülern und diesem ganzen
Fahrschulmarathon und Fahrausbildungstourismus überhaupt nichts.
Gründe:
1) Ablenkung durch die anderen Fahrschüler, man fühlt sich beobachtet, klappt dann etwas nicht,
schämt/geniert sich der fahrende Schüler vor den Anderen, wenn er vom Fahrlehrer verbessert
oder kritisiert wird, was zu einer sehr angespannten Ausbildungssituation führen kann,
wenn auch nicht zwingend muss.
2)Haftung
Es kann bei vom Versicherungsgegner verschuldeten Unfällen dazu kommen,
daß die Rechtsabteilung der gegnerischen Versicherung sich sträubt, für alle Fahrzeuginsassen
zu haften, es kann zu jahrelangen Haftungs-Prozessen kommen, worauf ich keine gesteigerte Lust hätte.
Auch weiß ich nicht, wie die Fahrlehrerversicherung im EINZELFALL reagiert, wenn bei Unfällen
das Fahrschulfahrzeug rappelvoll ist.
Ausnahme: Den letzten vorherigen Schüler zu einem Bestimmungsort bringen und vom Fahruntericht entlassen.
3)Verletzungsgefahr
Ich persönlich schätze es überhaupt nicht, wenn Fahrgäste hinter mir als Lehrperson Platz nehmen.
Im Falle eines Auffahrunfalls bekomme ich trotz Gurt die Knie des hinter mir sitzenden Schülers in den Rücken.
Also verfahre ich so, daß weder Freunde, Freundinnen noch Opa, Onkel Vater usw. mit im Fahrzeug befördert werden.
Ist ja schliesslich mein Unternehmen und mein Fahrschulfahrzeug.
Begründung:
Ein Fahrschulfahrzeug ist weder Taxi noch ein Kirmes-Bespaßungsgerät. 

Das Argument, daß die anderen Fahrschüler jeweils von den Fehlern des gerade fahrenden Fahrschülers
lernen können, halte ich für überbewertet, da diejenigen, die gerade nicht fahren eh leistungstechnisch
ausspannen und auf Standby schalten.

Gruß!
M.P.U



Nr. 3
Vor 3 Jahren
kairah
Fahrschüler
Neues Mitglied
Registriert seit: 15.01.2014
Beiträge: 3

Sry das ich erst so spät wieder schreibe, nur jetzt kann ich mehr Einzelheiten schreiben.

Meine Frau erzählte mir das es sehr wohl vorkommt das Fahrschüler belächelt werden wenn sie typische Anfängerfehler machen oder was nicht auf Anhieb verstehen.
Der Fahrlehrer macht nur Praktische Ausbildung mit mehreren Fahrschüler gleichzeitig. Einzige Ausnahmen sind Autobahnfahrten und Prüfung.

Der Tagesbericht wird genauso wie der Bericht zur Theorie verschönert. Sprich es wird das rein geschrieben was gewünscht ist, nicht aber was tatsächlich gemacht wird. 
Wie zb. meine Frau fährt erst eine halbe Stunde, dann sitzt sie 1 1/2 Std. hinten im Auto und darf dann wieder von zu Hause eines Mitschülers 10-15 Minuten nach Hause fahren. Unterschrieben werden 45 Minuten am Stück.
In der Theorie wird Thema 1 zum xten mal gemacht aber 7 aufgeschrieben.
Zudem beginnt der Unterricht um 19:30 Uhr bis 21 Uhr. Aufgeschrieben wird 20:00 Uhr bis 21:30 Uhr. Das er eine ganze Stunde davon verbringt die Bögen machen zu lassen und diese Auszuwerten kommt noch oben drauf.

Meine Frau sagte zu mir das sie nicht einparken lernen muss und dies auch nicht in der Prüfung vorkommt da ja die neuen Fahrzeuge, so wie der Fahrschulwagen, über ein Einparksytem verfügen die selbstständig einparken. 
Dafür muss sie aber wohl das Fahrzeug erklären können, sprich Öl, Bremsflüssigkeit, Kühlflüssigkeit, Reifennotset, PS.......

Die Planungen der folgenden Fahrten habe ich Montag gemacht nachdem meine Frau mir sagte das er nicht mehr wie 2 mal 45 Minuten in der Woche machen möchte. Wohl  bemerkt nicht hintereinander sondern an zwei verschiedene Tagen.
Meine Frau wird keine Nachtfahrten machen, zumindest passt es von den Zeiten nicht die er aufgeschrieben hat.
Nun darf ich die Fahrschule nicht mehr betreten.....

Irgendwie waren meine Prüfungen und Ausbildungen ganz anders gewesen, dabei ist meine letzte Prüfung erst knapp über ein Jahr her....
(Klasse A)



Nr. 4
Vor 3 Jahren
M.P.U
Fahrlehrer
Experten Mitglied
Registriert seit: 02.08.2010
Beiträge: 339

Alle Wetter...

...ich schreibe mal (wie ich es eigentlich immer zu tun pflege)
frei von der Leber weg:

Als ich Dein Eingangsposting gelesen habe,
habe ich Dich zunächst mal für einen Erbsenzähler und Querulanten gehalten,
nachdem ich Deinen zweiten Beitrag gerade lese, nicht mehr.
Ganz im Gegenteil, wenn das alles stimmt, was Du schreibst; und warum solltest Du lügen
oder Dir den ganzen Kram aus dem Ärmel schütteln, liegt in dieser Fahrschule einiges im Argen.
Tagesnachweise über den prakt. Unterricht, Sonderfahrten und die Protokolle über
den theoretischen Unterricht müssen stimmen und die Themen müssen tatsächlich,
nicht nur auf dem Papier wechseln, das Ausfüllen der Fragebögen darf nicht Bestandteil
des theoretischen Unterrichtes sein, all das steht in der Fahrschülerausbildungsordnung
und im Fahrlehrergesetz.

Alles in allem nicht besonders zufriedenstellend für Euch als Vertragspartner
und daß Du die Fahrschule nicht mehr betreten darfst, liegt vielleicht daran,
daß man dort Angst hat, andere Fahrschüler bekämen von den Unstimmigkeiten etwas mit
und es käme deshalb eventuell zu Unruhen und Diskussionen um das Thema.
Sehr unschön, die ganze Situation.

Gruß!
M.P.U



Nr. 5
Vor 3 Jahren
kairah
Fahrschüler
Neues Mitglied
Registriert seit: 15.01.2014
Beiträge: 3

Ich habe wirklich keinen Grund mir irgendetwas auszudenken. 

Zumal ich ja weder Namen noch den Ort an sich nenne, so dass man eigentlich keine Rückschlüsse auf die Fahrschule nehmen kann. Demnach zählt auch nicht das Argument ich wolle jemanden schädigen oder so.....

Ich möchte am liebsten auch Fahrlehrer sein, nur leider bekomme ich keine Umschulung bezahlt und kann mir die Ausbildung selbst nicht leisten. Grade deshalb sehe ich die ganze Sache nicht nur aus der Sicht des Ehemannes und jemand der bis auf D/DE alle anderen Klassen hat....

Es kam mir schon komisch vor als er ankam und sagte er würde einen Festpreis machen. Eine Summe zahlen und so viele Fahrstunden machen wie es nötig ist. So hätte man ein Gewinn wenn man mehr Fahrstunden brauch und Planungssicherheit was die Finanzierung angeht.
Das habe ich dann abgelehnt.

Was noch nicht so ganz in Ordnung ist aus meiner Sicht:
Er macht Theorie Mo-Do und Freitags macht er keinen. Es gibt allerdings keinen Extra Unterricht für Führerscheinanwärter der Zweiradklassen bzw den Klassen die höher Wertig sind als die Klasse B.
Meine Frau hat gestern das 7. mal Rechtliche Grundlagen gehabt, in 4 Wochen.

Dadurch das die Gemeinde einen Teil dazu bezahlt sind wir leider an dieser Fahrschule gebunden und können sie nicht wechseln.
Also habe ich mit der Gemeinde gesprochen und die meinten das er bisher alle Fahrschüler zu ihren Führerschein gebracht hat, demnach würde weder ein Wechsel stattfinden noch würden die was dagegen unternehmen. 



Nr. 6
Vor 3 Jahren
M.P.U
Fahrlehrer
Experten Mitglied
Registriert seit: 02.08.2010
Beiträge: 339

"Festpreis"

Bei Strafe verboten, kann ganz übele  Konsequenzen für den Fahrschulinhaber haben,
wenn das StVA davon erfährt.
Wenn die das Wort Festpreis in Zusammenhang mit Fahrschulausbildung hören,
werden die i.d.R aktiv wie ein Wespenschwarm.



Nr. 7
Vor 3 Jahren
tkoehler92webde
Fahrschüler
Neues Mitglied
Registriert seit: 13.06.2014
Beiträge: 3

Hallo, 

das ganze klingt alles andere als Sauber und ich würde etwas dagegen unternehmen, auch oder gerade weil die Stadt was damit zu tun hat. Das klingt nach Machenschaften hoch 10. 

Mal davon abgesehen das deine Frau nicht richtig fahren lernt, und das gefährlich ist.

Gruß



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