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Thema: Probleme mit dem Fahrlehrer


Nr. 1
Vor 3 Jahren
britazzling
Fahrschüler
Neues Mitglied
Registriert seit: 26.06.2014
Beiträge: 1


Hallo ihr Lieben!

Ich wende mich mit einem Problem an Euch, das mich schon seit längerer Zeit beschäftigt. Ich habe schon ordentlich viele Fahrstunden (35 sind's bis jetzt glaube ich) und fahre mit dem Leiter der Fahrschule, der mindestens an die 20 Jahre Erfahrung hat. Am Anfang war alles noch in bester Ordnung: Smalltalk, angenehme Atmosphäre im Auto und das Fahren lief im Grund auch ganz okay.
Nur in den letzten 6 Wochen ist das Klima irgendwie gekippt. Schon wenn die Fahrstunde beginnt, werde ich für die kleinsten Dinge kritisiert und bin dann nach fünfzehn Minuten so nervös und unsicher, dass ich lauter Leichtsinnsfehler mache (was dann natürlich zu noch mehr Kritik führt).
Ich weiß echt nicht mehr, was ich machen soll. Ich bin dauernd am mich Entschuldigen und Beteuern, dass ich's besser machen werde; aber es ist alles so angespannt inzwischen, dass ich kaum mehr ruhig dasitzen kann. Es ist sogar schon so schlimm, dass ich, eine halbe Stunde bevor ich Fahrstunde habe, schon unruhig und nervös bin und mir Gedanken mache...
Was soll ich tun? Einerseits mag ich meinen Fahrlehrer schon noch irgendwo, aber so kann's nicht weitergehen und ich will meine Prüfung endlich machen!

LG

britazzling



Nr. 2
Vor 3 Jahren
M.P.U
Fahrlehrer
Experten Mitglied
Registriert seit: 02.08.2010
Beiträge: 339

Moin britazzling,

es läuft scheinbar zwischen Euch beiden nicht so rund, wie es zu wünschen wäre.
Diesen Zustand führe ich auf mehrere Kriterien zurück:
1) Du baust leistungsmäßig nicht so schnell auf, wie Dein FL es gerne hätte.
2) Der FL hat das bereits realisiert und möchte Dich jetzt, nachdem er Dich anfänglich sachte
an die Materie Autofahren herangebracht hat, leistungstechnisch allmählich aufs Prüfungsniveau hochziehen,
daher steigert  er die Ausbildungsstufe und verlangt Dir mehr Leistung ab, damit Du nicht unendlich viele
Stunden absolvieren musst und es bald zu einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss kommt.
3) Ihr Beide scheint ein derbes Kommunikationsproblem zu haben!
Er sagt Dir nicht, was er genau vorhat und warum er sich Dir gegenüber nun anders verhält,
als am Ausbildungsanfang.
Du sagst ihm nicht, dass Du mit diesem plötzlichen Umschwung und dem Druck des höheren Ausbildungsniveaus
nicht so gut zurecht kommst, Dich Selbstzweifel plagen, die momentanen Misserfolge mächtig an Dir nagen
und Du Dich deshalb fühlst, wie eine Schüppe Würmer.


Mein Ratschlag:
REDET MITEINANDER!

Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden, das ganze Problem totschweigen und runterschlucken
führt zu gar nichts.
Sag Deinem FL wie Du Dich fühlst und was Dich bewegt und frage Ihn mal, warum der pr. Unterricht
plötzlich so ganz "anders" verläuft.
Er wird dann erkennen, wie es um Dich bestellt ist und sich Dir erklären,
ferner wird er sich neu orientieren und sich besser auf Dich bzw. Deinen Lerntypus einstellen,
davon gehe ich aus.
Gebt Euch gegenseitig eine Chance.

Ich habe meinen Fahrschülern immer gesagt, daß ich nicht sie persönlich, sondern lediglich
ihre Fahrweise kritisiere und wenn es mal nicht richtig rund lief, erklärte ich den Leuten,
dass es in der Fahrausbildung unumgänglich sei, die Messlatte jedes Mal etwas höher zu legen,
außerdem zu des Fahrschülers Wohl und Besten.
Danach war die Spannung zwischen FL und FL weitestgehend gelöst.


Gruß und viel Erfolg!



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