Fahren üben

Wer die theoretische Führerscheinprüfung bestanden hat, ist seinem Führerschein schon ein großes Stück nähergekommen. Nun gilt es aber, das erworbene Wissen in die Tat umzusetzen. Davor haben viele Fahrschüler Angst. Nur wenn der Fahrlehrer davon überzeugt ist, dass sein Schüler ein Fahrzeug führen kann, wird er ihn zur Prüfung zulassen. Ansonsten werden Zusatzstunden verordnet. Und das kann teuer werden.

Autofahren ohne Führerschein ist gefährlich und strafbar

Nicht zuletzt des Geldes wegen, aber auch, um das Autofahren schneller zu erlernen, gehen einige Fahrschüler ein großes Risiko ein. Sie suchen öffentliche Gelände, Feldwege oder Parkplätze auf, um dort auf eigene Faust zu üben. Doch was viele nicht wissen: Wer ohne Führerschein auf einem öffentlichen Gelände oder gar einer Straße Auto fährt, begeht eine Straftat. Das gilt auch dann, wenn ein Beifahrer, der bereits einen Führerschein besitzt, den Fahrschüler mit dem eigenen Pkw fahren lässt. In diesem Fall macht auch dieser sich strafbar und muss mit harten Konsequenzen rechnen. Ausschließlich geprüfte Fahrlehrer dürfen Fahrschüler auf diese Weise unterrichten. Die Fahrschulautos sind speziell ausgerüstet, damit die Fahrlehrer bei Problemen sofort eingreifen können.

Natürlich ist gegen private Übungsstunden nichts einzuwenden, ganz im Gegenteil. Doch diese sollten dann auf einem dafür vorgesehenen Verkehrsübungsplatz oder einem abgeschlossenen Privatgelände absolviert werden. Auch am PC lassen sich erste Fahrübungen absolvieren. Im Internet sind hierfür zahlreiche Online-Simulatoren und Programme zu finden, die größtenteils sogar kostenlos sind.

Verkehrsübungsplatz - der richtige Ort für Fahranfänger

Ein erstes Probefahren, das unter Aufsicht eines erfahrenen Autofahrers auf dem eigenen Hof oder dem Grundstück eines Bekannten stattfindet, stellt rechtlich kein Problem dar. Wichtig ist, dass das Gelände eingezäunt ist. Eine Straße, ein Parkplatz oder die meisten Feldwege gelten wiederum als öffentliche Verkehrsbereiche und können von jedem befahren werden. Wer hier ohne Führerschein fährt, gefährdet sich und andere.

Führerscheinanwärter sind am besten auf einem Verkehrsübungsplatz aufgehoben. Die Plätze gibt es in ganz Deutschland und werden von Automobilclubs, Unternehmen und Privatpersonen betrieben. Hier findest du eine Liste der Verkehrsübungsplätze.

Ein Mindestalter von 17 Jahren ist Voraussetzung, um einen Verkehrsübungsplatz nutzen zu können. Darüber hinaus muss eine zweite Person mit gültigem Führerschein das Training begleiten. Das mitgeführte Fahrzeug muss verkehrssicher und versichert sein. Nur dann darf es auf dem Übungsplatz genutzt werden. Für mögliche Schäden haftet der Halter des Autos.

Wie auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen gilt auch auf Verkehrsübungsplätzen die Straßenverkehrsordnung. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 30 km/h. Schließlich geht es nicht darum, schnell zu fahren, sondern das Führen des Fahrzeugs zu üben und die Verkehrsregeln zu verinnerlichen. Die Nutzungsgebühren fallen unterschiedlich hoch aus. Es ist empfehlenswert, sich im Vorfeld über die Kosten der einzelnen Übungsplätze zu informieren.

Der Ratgeber Fahren üben