Zunächst einmal sei an dieser Stelle angemerkt, dass der folgende Beitrag zum Thema Rabatte bzw. Gutscheine im Fahrschulalltag nicht unbedingt objektiv kommentiert. Da wir mit unserem Fahrschuldeal selbst ein Gutscheinsystem für Fahrschulen betreiben, wäre eine objektive Meinung eine Farce.
Auslöser für diesen Artikel ist allerdings der Leitartikel von Herrn Tschöpe in der FahrSchulPraxis März 2011 „Mit Rabatten in den Ruin“. Sicherlich, das Thema Rabatte im Zusammenhang mit einer Fahrschulausbildung ist ein durchaus schwieriges. Aber sollte man es dadurch einfach niederreden? Die einfache Antwort heißt nein.
Rabatte in der Fahrschule
Rabatte bzw. Gutscheine sind eine Maßnahme zur Förderung des Verkaufs, das Ziel liegt also in der Gewinnung von Neukunden. Damit reihen sich Rabatte also mehr oder minder in die Kategorie von Radiowerbung, Playerwerbung, Werbung im Internet usw. ein. Was am Ende zählt ist banal gesagt lediglich der Erfolg der Maßnahme bzw. die Frage „Wie viele Neukunden hat mir Maßnahme XY eingebracht und welche Kosten stehen dem gegenüber?“. Wer dies verinnerlicht, erkennt schnell, dass Werbemaßnahmen nicht pauschal gut oder schlecht sind, es kommt immer darauf an.
Wenn Rabatte nicht per sé schlecht sind, was entscheidet dann darüber ob sie erfolgreich sind oder nicht? Hierfür kommt es im Wesentlichen auf die Kostenrechnung der Fahrschule an. Wenn diese beispielsweise 10% Vertriebskosten in die Preise einrechnet, darf der Gutschein auch nur maximal 10% ausmachen. In der Regel allerdings eher weniger, da es ja noch andere Vertriebskosten gibt, die nicht unbedingt auf das einzelne Ausbildungsverhältnis heruntergerechnet werden können. Denn nur wer zu viele Rabatte gewährt, macht am Ende einen Verlust.