Nunja, die Zeiten in denen Reifenhersteller Reifen produzieren und Automobilhersteller einfach Autos produzieren sind schon längst vorbei. Spätestens seit dem Populismus von Suppy Chain Management arbeiten die Hersteller Hand in Hand. Zumindest wird dies meinst auf Präsentationen behauptet.
Ein wirkliches Zusammenspiel von mehreren Herstellern ist nun das Active Wheel von Michelin, das in Fachkreisen schon als die Revolution des Autos gehandelt wird. Aber eins nach dem anderen.
Das Active Wheel ist ein Projekt aus französischer Hand. Der Elektroautohersteller Heuliez und der ebenfalls französische Reifenhersteller Michelin haben nun zusammen das besagte Rad entwickelt, ja sozusagen das Rad neu erfunden.
Das Novum an der Zusammenarbeit ist der produzierte Output, nämlich der elektrische Radnarbenantrieb. Übertragen heißt das, dass der komplette Motor des Autos im Rad verbaut ist. Natürlich finden die sicherheitsrelevanten Bauteile wie Bremsen und benötigte Federn zusätzlich im Rad platz.
Der Heuliez Will
Das Actice Wheel präsentiert sich bereits im Heuliez WILL, das erste Automobil, welches mit dem neuartigen Rad ausgestattet ist und per Definition keine „Motorhaube“ mehr besitzt.
Die Serienreife ist zwar erst für das Jahr 2010 geplant, hat aber einiges zu bieten. Das Actile Wheel machen Motorblock, Kupplung und Getriebe überflüssig und revolutionieren damit den Fahrzeugbau komplett. Auf der einen Seite ergibt sich daraus eine enorme Gewichtsersparnis, auf der anderen Seite aber auch eine ganz andere Raumausnutzung als in herkömmlichen Autos. Was damit alles möglich ist, werden uns die Designer sicherlich bald präsentieren.
Active Wheel für alle Autos?
Nun könnte man natürlich denken, dass man sich vier dieser Räder bestellt, seinen Motor aus dem eigenen Auto schmeißt und sich so ein eigenes Elektroauto baut. Klingt zwar recht einfach, dürfte es aber nicht sein. Der Umbau erscheint zumindest mir recht komplett, vielleicht sogar unmöglich.
Wenn sich das Active Wheel wirklich durchsetzt, werden die Automobilhersteller sicherlich eigene Autos dafür produzieren, bzw. ihre Modellreihen entsprechend Modifizieren.
Ich finde das Konzept auf jeden Fall sehr cool und durchdacht. Sobald es etwas neues gibt, werde ich auf jeden Fall davon berichten. Für Interessierte sei aber schon mal auf den GrüneAutos.com verwiesen…
Wenn jetzt noch ein im günstigsten Drehzahlbereich laufender 1 Zylinder Diesel mit angeflanschtem Generator die Batterie laden würde(verbrauch ca.1 Liter ,dann könnte man auch auf die Steckdose weitestgehend verzichten .
Warum macht keiner dieses Modell ?????