Führerschein bei Querschnittslähmung

Eine Querschnittslähmung ist eine starke Beeinträchtigung des Lebens. Dennoch gibt es inzwischen zahlreiche Möglichkeiten, am Alltag teilzunehmen, sei es in beruflicher Hinsicht oder in privater. Neben den Sportangeboten hat ein Querschnittsgelähmter noch eine andere Möglichkeit, am öffentlichen Leben teilzunehmen: Als Autofahrer. Leider wissen dies viele immer noch nicht. Dabei gibt es, mit einigen Umbauten am Fahrzeug und einer bestandenen Bescheinigung über die Verkehrssicherheit, nichts mehr, was einem Querschnittsgelähmten in Sachen Mobilität noch im Weg stehen könnte.

Je nach Art der Querschnittslähmung werden unterschiedliche Untersuchungen Voraussetzungen für den Erhalt der Bescheinigung über die Verkehrssicherheit notwendig sein. An diese sollte man jedoch wie eine normale Aufgabe herangehen und sich nicht verrückt machen lassen davon. Wenn Zweifel da sind, ob es überhaupt möglich ist, kann auch bei speziell geschulten Fahrschulen angefragt werden, welche Maßnahmen im Vorfeld ergriffen werden müssen, um sich für eine Fahrausbildung anmelden zu können.

Wer aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung eine Querschnittslähmung erleidet, davor aber bereits Auto gefahren ist, benötigt eine andere Art der Ausbildung als ein querschnittsgelähmter Fahrschüler, der noch nie zuvor einen Wagen gefahren hat. Meist aber sind es die letzteren, denen der Erwerb eines Führerscheins für Behinderte dann einfacher fällt – weil sie noch nicht zu „Gewohnheitstieren“ werden konnten im Alltagsfahren.

Dennoch kann jeder, der die Bescheinigung über die Verkehrssicherheit erhält, einen Führerschein für Behinderte machen, egal ob bereits ein Führerschein zuvor erworben wurde, oder man als Frischling an die Sache geht. Heute haben Querschnittsgelähmte zum Glück viele Möglichkeiten, am Leben teilzunehmen und sind nicht mehr nur noch auf die Mobilität ihres Rollstuhls angewiesen. Und eines sollte dabei nicht vergessen werden: Eine Behinderung ist zwar eine Einschränkung, aber macht einen deshalb nicht zu einem Menschen, der weniger wert ist als ein Nichtbehinderter. Deshalb sollte auch der Weg zur Fahrschule und zur Fahrprobe und den Untersuchungen für die Bescheinigung über die Verkehrssicherheit nicht gescheut werden.








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