Die Fahrzeugübergabe

Tipps, damit nichts schiefgeht

Leider vergessen viele private Verkäufer von Gebrauchtwagen bei der Übergabe des Fahrzeugs oft wichtige Punkte. Vor der Fahrzeugübergabe sollte erst besprochen werden, wann und wo diese erfolgen soll. Wird das Fahrzeug in bar bezahlt bei der Übergabe? (Hier unbedingt immer einen Zeugen mitnehmen, Betrüger nutzen gerne die Masche des angeblichen Barkaufs eines privaten Fahrzeugs, um dem Besitzer das Fahrzeug zu stehlen). Hat man die richtigen Unterlagen bei der Übergabe parat? Wurde der Kaufvertrag von beiden Vertragspartnern unterschrieben?

Deshalb ist es gut, sich eine Checkliste anzufertigen, dies am besten bereits vor dem Veröffentlichen oder Einstellen einer Annonce oder einer Auktion für das Fahrzeug. Danach geht es manchmal so schnell, dass man gerne das eine oder andere Wichtige vergisst im ganzen Trubel.

An was muss ich alles denken bei der Fahrzeugübergabe?


  • Kfz-Brief
  • Kfz-Schein
  • Prüfplaketten
  • Abmeldung von der Versicherung, muss von beiden Vertragspartnern, Käufer und Verkäufer, unterschrieben werden.
  • Inspektionsheft von der Werkstatt
  • Kaufbelege für zusätzlich eingebaute Teile
  • Veräußerungsanzeige, das heißt, der Nachweis für die Zulassungsbehörde, dass das Fahrzeug einem nicht mehr gehört. Muss ebenso wie die Abmeldung von der Kfz-Versicherung von beiden Vertragspartnern unterschrieben werden
  • Wie soll die Bezahlung des Fahrzeugs erfolgen: Bar, per Überweisung, per Zahlung als Raten? (Letzteres sollte nur dann erfolgen, wenn man den Käufer auch privat kennt, da man hier sonst böse reinfallen kann)
  • Bestätigung von der Werkstatt, wann der letzte Check durchgeführt würde, mit eventueller Mängelliste (Es ist immer gut, vor dem Verkauf das Fahrzeug noch einmal ganz durchchecken zu lassen. Gerade beim Auftreten von Mängeln nach der Fahrzeugübergabe ist man dann auf der sicheren Seite, da einem dann nicht das arglistige Verschweigen von Mängeln vorgeworfen werden kann!).
  • Wo soll die Fahrzeugübergabe stattfinden? Hier immer einen Ort suchen, an dem „Publikumsverkehr“ stattfindet, und nur an Orten, die man auch kennt. Hierzu bitte auch die Informationen lesen, die wir unter dem Punkt „Achtung Betrüger gibt es auch unter Käufern – In keine Falle locken lassen!“ für Sie zusammen getragen haben!
  • Und vorher nicht noch das Fahrzeug volltanken. Wenn der Sprit fast leer ist, dann kann man auch gut einen Ersatzkanister verwenden und das Fahrzeug damit tanken. Denn: Der Sprit, der noch im zu verkaufenden Auto ist, wird nicht berechnet und ist dann quasi eine Gratiszugabe an den Käufer!
  • Und immer an eines denken: Den Kfz-Brief nicht aus der Hand geben, bevor das Fahrzeug nicht bezahlt ist. Bei Ratenzahlung hier bis zur letzten Rate warten!
  • Wichtig ist auch, die Abmeldung bei Versicherung und Zulassungsbehörde sollte zum Tag der Fahrzeugübergabe, am besten mit eingetragener Uhrzeit erfolgen, damit man nicht für Schäden haftet, die dann bei einem eventuellen Unfall durch den Käufer entstehen.
  • Und immer daran denken, mit der vollständigen Zahlung des Kaufpreises und der Übergabe des Fahrzeugs ist das Geschäft für Sie abgeschlossen. Solange Sie nicht irgendwelche Mängel arglistig verschwiegen haben – und dies sollten Sie auf keinen Fall tun, da Sie der Käufer sonst bei daraufhin entstehenden Schäden oder Unfällen sonst mit einer Regressforderung auf Sie zukommen kann, die teuer werden könnte für Sie – und alle Papiere übergeben wurden, ist die Sache für Sie gelaufen und Sie können über den erfolgten Verkauf freuen, der Ihnen hoffentlich einen guten Preis für Ihr Fahrzeug eingebracht hat.



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