Das Auto ist verkauft

Wie geht es nun weiter? Ratenzahlung?

Wenn ein Interessent „zuschlägt“ und das Fahrzeug definitiv kaufen möchte, ist es wichtig, einen schriftlichen Kaufvertrag abzuschließen. In diesem müssen die persönlichen Angaben zum Verkäufer und Käufer enthalten sein:
  1. Vorname
  2. Nachname
  3. Straße und Hausnummer
  4. PLZ und Wohnort
  5. Sinnig ist es übrigens auch, die Personalausweisnummer des Käufers einzutragen - zur Feststellung der Identität
  6. Vermerk, dass es sich um einen Verkauf von Privat zu Privat handelt
  7. Der Ausschluss der Sachmängelhaftung sollte rein
  8. Fahrzeugtyp
  9. Baujahr
  10. Erstzulassung
  11. Kilometerstand
  12. Ersetzte Fahrzeugteile
  13. Sonderausstattung
  14. Unfallwagen ja oder nein
  15. Höhe des Kaufpreises
  16. Wie die Zahlung stattfinden soll - bar oder per Überweisung
  17. Wenn eine Ratenzahlung vereinbart wurde, so muss diese auch in den Vertrag, mit der genauen Ratenhöhe, Zahlung der ersten Rate, wann die Raten genau gezahlt werden müssen (zum Beispiel immer bis zum 1. Oder 15. eines Monats, Zahlung des Restbetrags, und gegebenenfalls die Höhe der Anzahlung).

Zusätzlich zum Kaufvertrag müssen zwei kurze Schreiben formuliert werden, die beide, Käufer und Verkäufer, unterschreiben müssen. Das eine geht an die Versicherung, das andere an die Zulassungsbehörde. In beiden Schreiben bestätigen Käufer und Verkäufer, dass es einen Eigentümerwechsel bei dem Fahrzeug gegeben hat und der Verkäufer nicht mehr Eigentümer des Fahrzeugs ist. Es ist wichtig, dass die Schreiben von beiden unterschrieben werden, da es sonst zu Schwierigkeiten kommen könnte, wenn der neue Eigentümer einen Unfall baut, aber zum Beispiel die Versicherung noch nicht benachrichtigt wurde.

Außerdem noch zu beachten sind folgende wichtige Punkte, damit auch ja nichts Wichtiges vergessen wird:
  1. Kfz-Brief
  2. Kfz-Schein
  3. Prüfplaketten
  4. Abmeldung von der Versicherung, muss von beiden Vertragspartnern, Käufer und Verkäufer, unterschrieben werden.
  5. Inspektionsheft von der Werkstatt
  6. Kaufbelege für zusätzlich eingebaute Teile
  7. Veräußerungsanzeige, das heißt, der Nachweis für die Zulassungsbehörde, dass das Fahrzeugeinem nicht mehr gehört. Muss ebenso wie die Abmeldung von der Kfz-Versicherung von beidenVertragspartnern unterschrieben werden
  8. Wie soll die Bezahlung des Fahrzeugs erfolgen: Bar, per Überweisung, per Zahlung als Raten? (Letzteres sollte nur dann erfolgen, wenn man den Käufer auch privat kennt, da man hier sonst böse reinfallen kann)
  9. Bestätigung von der Werkstatt, wann der letzte Check durchgeführt würde, mit eventueller Mängelliste (Es ist immer gut, vor dem Verkauf das Fahrzeug noch einmal ganz durchchecken zu lassen. Gerade beim Auftreten von Mängeln nach der Fahrzeugübergabe ist man dann auf der sicheren Seite, da einem dann nicht das arglistige Verschweigen von Mängeln vorgeworfen werden kann!).
  10. Wo soll die Fahrzeugübergabe stattfinden? Hier immer einen Ort suchen, an dem „Publikumsverkehr“ stattfindet, und nur an Orten, die man auch kennt. Hierzu bitte auch die Informationen lesen, die wir unter dem Punkt "Achtung Betrüger gibt es auch unter Käufern - In keine Falle locken lassen! für Sie zusammen getragen haben!
  11. Und vorher nicht noch das Fahrzeug volltanken. Wenn der Sprit fast leer ist, dann kann man auch gut einen Ersatzkanister verwenden und das Fahrzeug damit tanken. Denn: Der Sprit, der noch im zu verkaufenden Auto ist, wird nicht berechnet und ist dann quasi eine Gratiszugabe an den Käufer!
  12. Und immer an eines denken: Den Kfz-Brief nicht aus der Hand geben, bevor das Fahrzeug nicht bezahlt ist. Bei Ratenzahlung hier bis zur letzten Rate warten!
  13. Wichtig ist auch, die Abmeldung bei Versicherung und Zulassungsbehörde sollte zum Tag der Fahrzeugübergabe, am besten mit eingetragener Uhrzeit erfolgen, damit man nicht für Schäden haftet, die dann bei einem eventuellen Unfall durch den Käufer entstehen.
  14. Und immer daran denken, mit der vollständigen Zahlung des Kaufpreises und der Übergabe des Fahrzeugs ist das Geschäft für Sie abgeschlossen. Solange Sie nicht irgendwelche Mängel arglistig verschwiegen haben - und dies sollten Sie auf keinen Fall tun, da Sie der Käufer sonst bei daraufhin entstehenden Schäden oder Unfällen sonst mit einer Regressforderung auf Sie zukommen kann, die teuer werden könnte für Sie - und alle Papiere übergeben wurden, ist die Sache für Sie gelaufen und Sie können über den erfolgten Verkauf freuen, der Ihnen hoffentlich einen guten Preis für Ihr Fahrzeug eingebracht hat.


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