Autohändler in Deutschland

Worauf beim Autohändler zu achten ist

Wer ein Auto kaufen möchte, aber nicht das nötige Kleingeld für einen Neuwagen hat, der ist meistens auch gut aufgehoben bei einem Händler für Gebrauchtwagen. Hierbei ist jedoch nicht jeder gleich gut und nicht jeder meint es auch gut mit seinen Kunden. Ein Vorteil der Autohändler ist jedoch oft, dass sie Garantien für die von ihnen verkauften Fahrzeuge anbieten. Diese betragen meist ein halbes Jahr ab Kauf und greift in den unterschiedlichsten Bereichen. Hier ist jedoch eine genaue Sicht in die Garantiebedingungen wichtig, bevor der Kaufvertrag unterschrieben wird.

Gerade Fahranfänger stehen in der Gefahr, hier auf Händler herein zu fallen, die entweder einen überzogenen Preis für ein Fahrzeug verlangen oder die sonst von ihnen gewährte Garantie plötzlich doch nicht anbieten. Andere hingegen wollen eine regelrechte Schrottkarre anbieten und denken, sie können einem frischgebackenen Führerscheininhaber damit sein – meist mühsam – Erspartes abluchsen.

Deshalb sollte auf mehrere wesentliche Punkte beim Kauf eines Fahrzeugs bei einem Autohändler geachtet werden:

Preis des Fahrzeug


Wer an einem bestimmten Fahrzeugmodell interessiert ist, oder ein Fahrzeug bei einem bestimmten Autohändler ins Auge gefasst hat, sollte unbedingt vor dem Kauf einen Blick in die SchwackeListe werfen. Diese ist seit vielen Jahren die maßgebliche Preisliste für Wagen, die gebraucht sind. Hierbei sollten jedoch vorher die einzelnen Daten des Fahrzeugs in Erfahrung gebracht werden, damit diese auch entsprechend bei der SchwackeListe nachgeschlagen werden können.

Alles eine Frage des Verhandelns


Was viele Fahranfänger leider nicht wissen: Viele Autohändler setzen ihre Preise extra mehr oder weniger stark höher an, um einen Verhandlungsspielraum zu haben. Deshalb sollte nicht gleich der erste Preis bezahlt werden, der mit einem Schild am Fahrzeug angebracht ist.

Wie ist der Zustand des Fahrzeugs?


Oftmals soll alles ganz schnell gehen. Das Fahrzeug sieht, oberflächlich gesehen, gut aus, es scheint sauber zu sein und in einem guten Zustand. Und beschlossen ist dann der Kauf, ohne wirklich unter die Haube und unter das Auto geschaut zu haben. Gerade Autohändler sind oft auch gute Verkäufer. Verkaufe einen Kühlschrank am Nordpol? Kannst du nicht? Dann frag den Gebrauchtwagenhändler, er macht das für dich. So in etwa könnte man umschreiben, wie gut das Verhandlungsgeschick mancher Verkäufer in dem Gewerbe der Gebrauchtwagen ist. Und gerade als Fahranfänger muss man hier auf der Hut sein. Zu sehr freut man sich auf sein erstes, eigenes Fahrzeug, als dass man dabei manchmal noch klar denken könnte. Und genau hier entsteht die Problematik: Man kauft die Katze im Sack, weil man das Auto nur oberflächlich betrachtet, nicht aber gründlich nach Mängeln sucht.

Diesem kann man sehr gut entgegen wirken, wenn man jemanden mitnimmt, der sich gut mit Autos und vor allem deren Innenleben auskennt. Und das bedeutet nun mal der Blick unter die Motorhaube, ob dort alles so ist, wie es sein sollte – und der Blick unter das Fahrzeug, wobei es sich hier durchaus lohnen kann, sich die Kleidung und die Hände schmutzig zu machen. Viele ältere Fahrzeugmodelle sind noch nicht mit einer Versiegelung gegen Rost versehen, was bedeutet, dass einem das gekaufte Auto regelrecht unter dem Hintern wegrosten kann, wenn man nicht vorher darauf achten, ob das Fahrzeug bereits einen Rostbefall hat. Sollte es einen solchen haben, dann sollte man eines machen, egal wie günstig das Gefährt vermeintlich ist: Die Finger davon lassen. Manche Fahrzeuge rosten sehr schnell vom Unterboden bis zu den Türen und dann zum Motorbereich, es könnte also sein, dass einem dieser Kauf bald bitter aufstößt und das ganze Geld, das man dafür bezahlt hat, im wahrsten Sinne des Wortes verpulvert wurde.

Die Garantie für den Gebrauchten


Die meisten Gebrauchtwagenhändler bieten für die von ihnen verkauften Fahrzeuge eine Garantie, die in den meisten Fällen sechs Monate beträgt. Hierbei sollte jedoch darauf geachtet werden, für welche Teile des Fahrzeugs die Garantie gilt. Meist sind Verschleißteile – wie auch bei der normalen Garantie der Hersteller bei Neuwagen – von der Garantie ausgeschlossen. Dies ist jedoch schriftlich niedergelegt in den Garantiebedingungen, die einem beim Kauf des Fahrzeugs übergegen werden müssen.

Ohne schriftlichen Vertrag keinen Kauf


Egal, wo man den nun seinen ersten Gebrauchten kauft, wichtig ist: Kein Kauf und keine Geldübergabe ohne einen schriftlichen Vertrag. Wenn sich ein Autohändler hier weigern sollte (ja, leider gibt es auch unter den Händlern von Gebrauchtwagen auch schwarze Schafe, wie überall in der Wirtschaft), einen Vertrag anzufertigen, dann kann und sollte man nur eines machen: Sich umdrehen und einen anderen Händler suchen, der auf seriöse Weise Autos verkaufen möchte. Eine Vorlage, wie ein solcher Kaufvertrag aussehen könnte, finden Sie bei unserem Musterkaufvertrag. Dieser steht für Sie zum kostenlosen Download bereit.
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