Anhängerführerschein

Mit PKW und Anhang immer sicher unterwegs sein


Nicht alles, was man als Autofahrer gerne transportieren möchte, ist so leicht genug, dass der Anhänger reicht, der im Führerschein Klasse B integriert ist. Bei diesem kann ein Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von bis zu 750 kg transportiert werden – alles was darüber an Gewicht hinausgeht, bedarf normalerweise des Anhängerführerscheins. Es sei denn die zulässige Gesamtmasse des Anhängers ist kleiner als das Leergewicht des ziehenden PKWs und die Summe der zulässigen Gesamtmasse von PKW und Anhänger beträgt weniger als 3,5 Tonnen.

Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, benötigt man zum Ziehen eines Anhängers einen Führerschein der Klasse BE, der sich immer dann für einen Autofahrer lohnt, wenn davon auszugehen ist, dass häufiger Transporte mit PKW und Anfänger vorgenommen werden, die das zulässige Gesamtgewicht übersteigen. Dies gilt für Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 750kg in Kombination mit einem Zugfahrzeug, dessen Leergewicht geringer ist als die zulässige Gesamtmasse des Anhängers. Zusätzlich dürfen mit einem Anhängerführerschein Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von über 750kg bewegt werden wobei das zulässige Gesamtgewicht des Anhängers kleiner als das Leergewicht des PKWs ist, aber die Summe der Gesamtmassen größer als 3,5 Tonnen ist.

Oftmals verschätzt man sich jedoch mit dem Gesamtgewicht, da ein Anhänger, der mit dem Führerschein Klasse B mitgeführt werden kann, und das Gewicht seiner Ladung nun mal von dem Leergewicht des Fahrzeugs abhängen. Je schwerer der PKW, desto mehr darf dann im Anhänger transportiert werden und umgekehrt: Je leichter ein Pkw, desto weniger Gewicht dürfen Anhänger und Ladung betragen – eine ganz einfache Rechnung. Vor allem sollte einem bewusst sein, dass ein Überschreiten des Gesamtgewichtes teuer werden kann, weil dies einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) darstellt, weil man schlicht und einfach nicht mit dem Führerschein unterwegs ist, der dafür notwendig wäre und der vom Gesetzgeber dafür vorgesehen ist. Der Gesetzgeber bezeichnet dies als Fahren ohne Führerschein.

Für einen Erwerb des Führerscheins der Klasse BE, des Anhängerführerscheins für PKW, gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten:


Entweder ist man bereits im Besitz eines Führerscheins der Klasse B und macht so nur noch eine Erweiterung der B-Klasse des PKW. Dies bedeutet natürlich auch weniger Fahrstunden, was sich in barer Münze auszahlt, weswegen wir empfehlen, nicht beide Führerscheine gleichzeitig zu machen.

Dies ist jedoch die zweite Möglichkeit, den Führerschein Klasse BE, den Anhängerführerschein, zu machen. Eine Ausbildung in beiden Klassen, B und BE ist möglich, die praktische Prüfung des BE kann jedoch erst nach erfolgter bestandener Prüfung für den Führerschein Klasse B erfolgen. Eine gleichzeitige Prüfung kann nicht stattfinden, was zusätzliche Kosten aufgrund doppelter Prüfungsgebühren bedeutet. Außerdem sollte man hier auch nicht den psychischen Druck vernachlässigen, dem man sich aussetzt, wenn man beide Führerscheine gleichzeitig machen möchte. Eine gewisse Zeit dazwischen spart nicht nur Geld, wie Sie unserer Kostenaufstellung für den Führerscheinklasse BE entnehmen können, sondern auch den Stress, unbedingt bestehen zu müssen, unter anderem deshalb, weil die ganze Sache eben so teuer ist.

Weiterführende Informationen zum Anhängerführerschein:


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